Podium zur Bürgermeisterwahl in Lychen

Von Jochen Lange
Lychener prüfen ihre Bürgermeisterkandidaten
Lychen (MK). Wer für die nächsten acht Jahre die Geschicke ihrer Stadt lenken soll, das interessiert viele Lychener. Keinen anderen Schluss lässt die Teilnehmerzahl an der Podiumsdiskussion mit den drei Kandidaten am Mittwochabend im Versammlungsraum der Feuerwehr zu. Dort stellten sich Amtsinhaber Sven Klemckow, 46 Jahre alt, parteilos, von Beruf Straßenbaumeister, sowie seine beiden Herausforderer Christina Herrmann, 48 Jahre, parteilos, kaufmännische Angestellte, und der 27-jährige Verwaltungsfachangestellte Tobias Schween (CDU) den Fragen der Bürger. Sven Klemckow ist der Kandidat der Linken, Christina Herrmann wurde von der FDP nominiert. Die Moderation der städtischen Veranstaltung hatte der Lychener Klaus Schöttler, Unternehmer und Vorsitzender des Flößervereins, übernommen. Auch er zeigte sich - ebenso wie die Kandidaten - erfreut, über das große Interesse der Einwohner an der Podiumsdiskussion. Thema war dabei unter anderem, wie die Kandidaten mit dem demografischen Wandel umgehen wollen. Denn auch in Lychen sieht man sich vor dem Problem, dass junge Leute wegziehen und nicht zurückkommen. "Die Gruppe der 18- bis 25-Jährigen werden wir nur durch Arbeitsplätze halten können", so der Amtsinhaber. Der Bürgermeister und die Stadtverordneten schafften Voraussetzungen dafür, dass Arbeitsplätze entstehen können. Christina Herrmann setzt auf mehr Ausbildungsplätze vor Ort. Dafür würde sie sich als Bürgermeistern im Gespräch mit den Unternehmern einsetzen. Aus Sicht von Tobias Schween sind außerdem entsprechende Rahmenbedingungen für junge Familien wichtig. "Dazu gehören Kitas mit flexiblen Öffnungszeiten und moderaten Beiträgen sowie attraktive Freizeitangebote." Nach gut zwei Stunden hatte der Moderator das letzte Wort. Er lobte Sachlichkeit und Fairness in der Debatte. "Wir haben uns nicht auf das Niveau einer schlechten Bundestagssitzung begeben", so Klaus Schöttler.
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