Unterbringung gefährdet:

Diebe richten in Flüchtlingsheim Millionenschaden an

Unbekannte haben an der Mecklenburgischen Seenplatte die Pläne für die Unterbringung von Flüchtlingen durcheinandergebracht.

In diesem Gebäude in Jürgenstorf wollte der Kreis wieder Flüchtlinge unterbringen.
Eckhard Kruse In diesem Gebäude in Jürgenstorf wollte der Kreis wieder Flüchtlinge unterbringen.

Wie der stellvertretende Landrat Siegfried Konieczny (Linke) am Montag in Neubrandenburg sagte, wurden in der ehemaligen Asylbewerberunterkunft Jürgenstorf in großem Umfang Elektro- und Sanitäranlagen ausgebaut sowie das Brandmeldesystem zerstört. Der Schaden werde auf rund eine Million Euro geschätzt. Damit werde die Wiederherstellung des Gebäudes rund zwei Millionen Euro kosten. Ob die Arbeiten stattfänden, müsse das zuständige Landesamt entscheiden.

"Der Kreis wollte rund 200 Flüchtlinge dort unterbringen", erklärte Konieczny. Das hätte die Flüchtlingssituation an der Seenplatte zeitweise spürbar entlastet. Das ehemalige Internat einer Agrarschule wurde jahrelang für die Unterbringung von Asylbewerbern genutzt. 2013 war es auch auf Drängen des Flüchtlingsrates wegen der abgelegenen Lage aufgegeben worden. Zuletzt stand das Haus leer. "Wir müssen aber alles versuchen, den Aufbau von Zelten zu vermeiden", sagte Konieczny.

Der Landkreis muss derzeit an manchen Tagen zwischen 30 und 40 Flüchtlinge unterbringen. Dafür sei auch eine Turnhalle einer geschlossenen Schule in Neubrandenburg im Gespräch.

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