Die unendliche Poller-Geschichte:

120 000 Euro in den Sand gesetzt?

Für den Super-Poller an der alten Klapp-Brücke gibt es noch immer kein Happy End. Er ist wieder kaputt.

An der historischen Klappbrücke in Greifswald-Wieck ist der im Frühjahr von der Stadt Greifswald angeschaffte Pollerjetzt endgültig kaputt.
Stefan Sauer An der historischen Klappbrücke in Greifswald-Wieck ist der im Frühjahr von der Stadt Greifswald angeschaffte Pollerjetzt endgültig kaputt.

Der als robust geltende "Super-Poller" an der denkmalgeschützten Klappbrücke in Greifswald-Wieck wird nun doch komplett ersetzt. Darüber informierte Bausenator Jörg Hochheim (CDU) am Montagabend die Greifswalder Bürgerschaft. Die Hydraulik des aus Italien stammenden Pollers sei nicht mit der Sicherheitssteuerung kompatibel.

Die rund 120 000 Euro teure Anlage war erst im Frühjahr eingebaut worden, ging dann im Juni kaputt. Drei Reparaturversuche scheiterten. Mit dem sogenannten "Super-Poller" wollte die Stadt eine Unfallserie an den Vorgängern stoppen. Seit August 2011 wurden acht Poller verschlissen, dann kam der als "unkaputtbar" geltende Super-Poller. Seit Sommer 2011 kam es dort zu 31 Unfällen. In den meisten Fällen saßen die Autos auf dem hochfahrenden Poller auf. Bis eine neue Polleranlage geliefert wird, soll ein alter Poller als Provisorium den Autoverkehr an der Brücke regulieren. Unklar ist bislang, ob die Stadt auf den 120 000 Euro sitzen bleibt.

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