Krawalle in Rostock:

13 Polizisten verletzt

Verletzte Beamte und mehrere Tausend Euro Sachschaden: So sieht die Bilanz der Ausschreitungen nach dem jüngsten Spiel von Hansa Rostock aus. Der Verein distanziert sich von den Vorkommnissen.

Insgesamt 1700 Polizisten aus sechs Bundesländern waren in Rostock im Einsatz.
Friso Gentsch Insgesamt 1700 Polizisten aus sechs Bundesländern waren in Rostock im Einsatz.

Bei Krawallen nach dem Drittliga-Spiel zwischen Hansa Rostock und Dynamo Dresden sind am Samstag insgesamt 13 Polizisten leicht verletzt worden. Diese aktualisierte Zahl gab das Polizeipräsidium Rostock am Sonntag bekannt.

Eine Beamtin aus Thüringen konnte demnach ihren Dienst nicht fortsetzen. Etwa 70 Randalierer hatten nach der Partie eine Polizeidienststelle angegriffen und Steine gegen Fensterscheiben geworfen. Der Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf 40 000 Euro.

Mehr als Tausend Polizisten im Einsatz

Insgesamt stellte die Polizei von 67 Menschen die Identität fest, 30 Strafanzeigen wurden aufgenommen. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. An dem Einsatz rund um die Fußballpartie waren insgesamt 1700 Polizisten aus sechs Bundesländern beteiligt.

Der FC Hansa Rostock distanziert sich von den Krawallen. "Für das Verhalten dieser Straftäter haben wir überhaupt kein Verständnis! Der Einfluss eines Fußballvereins hat jedoch gewisse Grenzen, weshalb wir für diese Straftaten Einzelner keine Verantwortung übernehmen können und wollen. Personen, die auf andere Menschen mit Steinen werfen und somit Verletzungen und Schlimmeres billigend in Kauf nehmen, haben in der Hansa-Familie keinen Platz! Diese Personen sind ein klarer Fall für die Strafverfolgungsbehörden!", sagte Rainer Friedrich, Vorstand für Stadionmanagement und Prävention beim FC Hansa, am Sonntag in einer Stellungnahme des Vereins.

Innenminister kündigt Nachspiel an

Die schweren Krawalle am Rande der Drittliga-Partie sollen auch ein politisches Nachspiel haben. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) kündigte am Sonntag an, bei der nächsten Innenministerkonferenz mit seinen Länderkollegen besprechen zu wollen, "wie wir konsequent gegen die Rädelsführer der Ausschreitungen vorgehen können". Nicht nur die Zahl der Angriffe auf Polizisten, sondern auch die Zahl der Straftaten im Zusammenhang mit Fußballspielen nehme insgesamt zu.

 

 

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