Jobfactory eröffnet:

150 Unternehmen werben um den Nachwuchs in MV

Es gibt immer weniger Schulabgänger, die Firmen und Hochschulen stehen um Auszubildende und Studierende untereinander im Wettbewerb. In Rostock wollen sie junge Leute für sich gewinnen.

Bei der Messe können sich Jugendliche zwei Tage lang über die Angebote auf dem Ausbildungsmarkt informieren.
Jens Büttner Bei der Messe können sich Jugendliche zwei Tage lang über die Angebote auf dem Ausbildungsmarkt informieren.

In der Rostocker Hansemesse ist am Freitag die 18. Ausbildungsmesse Jobfactory eröffnet worden. Erstmals in Geschichte der Messe können sich Jugendliche zwei Tage lang über die Angebote auf dem Ausbildungsmarkt informieren. Bis Samstag präsentieren sich rund 150 Unternehmen und Hochschulen; wie im Vorjahr werden rund 10.000 Interessierte erwartet. Die Jobfactory gilt als die größte Ausbildungsmesse Mecklenburg-Vorpommerns. "Sie hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftstreffpunkt für Lehrstellen von heimischen Unternehmen und für Ausbildungsinteressierte entwickelt", sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). Der Kontakt zwischen potenziellen Auszubildenden und Firmen sei nirgends besser als auf einer Messe.

Zusammen mit Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch weihte Glawe einen Sattelschlepper ein, mit dem künftig an Schulen und auf Veranstaltungen um Nachwuchs für die Metall- und Elektroindustrie geworben werden soll. "Wir müssen neue Wege finden, um junge Menschen zu erreichen. Was nützen Ausbildungsplätze, wenn zu wenige Schüler wissen, dass es diese auch bei uns im Land gibt", sagte Lambusch.

Flüchtlinge schlafen nebenan

In diesem Jahr teilt sich die Jobfactory die Messehalle mit Flüchtlingen. Ein Messesprecher erklärte, wie erwartet gebe es durch die in einem anderen Teil der Messehalle untergebrachten Flüchtlinge keinerlei Probleme. In dem durch eine Wand abgetrennten Teil sind rund 600 Notbetten aufgebaut, die von Flüchtlingen meist nur zum Übernachten benutzt werde, bevor sie auf Fähren Richtung Skandinavien gehen.