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1800 AfD-Anhänger demonstrieren in Rostock gegen Asylpolitik

Zahlreiche Menschen haben in Rostock demonstriert. Die einen gegen die Asylpolitik der Bundesregierung - die andere für eine Willkommenskultur.

"Asylchaos stoppen! Es ist unser Land, Frau Merkel!" forderten die Teilnehmer der AfD-Demonstration in Rostock.
Bernd Wüstneck "Asylchaos stoppen! Es ist unser Land, Frau Merkel!" forderten die Teilnehmer der AfD-Demonstration in Rostock.

Eine Demonstration der Alternative für Deutschland (AfD) gegen die Asylpolitik der Bundesregierung ist am Samstag in Rostock weitgehend friedlich zu Ende gegangen. Zur Veranstaltung der AfD hatten sich nach Polizeiangaben etwa 1800 Menschen versammelt. Unter ihnen waren auch Anhänger der NPD zu sehen. Deutschland müsse das "Asylchaos" unter Kontrolle bringen, war eine der zentralen Forderungen der Versammlung vor dem Hauptbahnhof. Am Rande eines kurzen Demonstrationszuges wurden einzelne Festnahmen beobachtet.

Eine Gegenveranstaltung von "Rostock nazifrei" und "Rostock hilft" für eine gute Willkommenskultur fand parallel mit einer ähnlich hohen Teilnehmerzahl statt. Nach Veranstalterangaben waren etwa 500 Menschen auf dem Neuen Markt zu der Gegenkundgebung gekommen. Weitere 500 versammelten sich in der Marienkirche zu einer interreligiösen Andacht unter dem Motto "Flüchtlinge willkommen!", wie die Veranstalter mitteilten.

Auch in Schwerin wurde demonstriert

"Rostock hetzt nicht - Rostock hilft", lautete das Motto auf dem Neuen Markt. Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) zeigte sich zufrieden, dass sich so viele Menschen in der Hansestadt für eine Willkommenskultur einsetzten.

Es müsse alles dafür getan werden, dass an Orten, an denen Elend Menschen zur Flucht zwingt, eingegriffen werde. "Dort müssen wir zupacken, dort müssen wir mit Organisation und Geld helfen. Dieses Geld werden wir in Deutschland gemeinsam aufbringen." Rostock ist den Angaben aus dem Rathaus zufolge bei der Betreuung der Flüchtlinge an der Grenze der Belastbarkeit angelangt.

In Schwerin waren am Samstag nach Polizeiangaben auch rund 130 Pegida-Anhänger auf die Straßen gegangen. Bis zum frühen Angaben blieb es dort aber ruhig.