Mehr Rente, mehr Lohn, mehr Lebenshaltungskosten:

2014 bringt viele Änderungen

Die Renten steigen, die Abgaben auch. Für viele ändert sich auch bei der Steuer einiges. Das neue Jahr bringt höhere Postgebühren, veränderte Strafen für Verkehrssünder und neue Zehn-Euro-Scheine.

Im Juli soll im Osten die Rente um mehr als zwei Prozent erhöht werden.
Ulrich Baumgarten / vario images Im Juli soll im Osten die Rente um mehr als zwei Prozent erhöht werden.

Auf Bürger und Unternehmen kommt 2014 wieder eine Vielzahl von Neuerungen zu. Die mehr als 350 000 Rentner in Mecklenburg-Vor-pommern dürfen sich zum 1. Juli zum Beispiel auf eine Rentenerhöhung von voraussichtlich mehr als zwei Prozent freuen. Auch Hartz-IV-Empfänger können mit leicht steigenden Regelsätzen rechnen. Doch bei einer prognostizierten Inflationsrate von 1,7 Prozent dürfte davon wenig übrig bleiben.

Spürbar steigen werden die Sozialabgaben für Arbeitnehmer mit mehr als 3937,50 Euro Bruttoverdienst. Wer von einer gesetzlichen in eine private Krankenversicherung wechseln will, muss künftig mindestens 53 550 statt wie bisher 52 200 Euro verdienen.

Auch viele Leiharbeiter müssen sich auf Änderungen einstellen. Nach Plänen der großen Koalition soll die Leiharbeit grundsätzlich auf 18 Monate begrenzt werden. Spätestens nach neun Monaten soll das Gehalt eines Leiharbeiters an das der Festangestellten angepasst werden.

Zigaretten könnten teurer werden

Hinzu kommen viele Kostenerhöhungen. Vor allem die Mieten werden nach Einschätzung von Experten weiter steigen. Auch der Preisanstieg bei Lebensmitteln wird vermutlich weitergehen. Weil zum 1. Januar eine weitere Erhöhung der Tabaksteuer in Kraft trat, könnte der Preis für eine Packung Zigaretten um vier bis acht Cent steigen.

Nach einer Prognose des Versorgers Eon Direktstrom klettern zudem die Strompreise. Demnach muss sich ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden auf Mehrkosten zwischen 30 und 60 Euro einstellen.

Weil auch Kraftstoff- und Heizölpreise zulegen, dürften Bahnfahren, Heizen und Tanken teurer ausfallen als bisher. Autofahrer müssen auch wissen, dass ab 1. Mai das neue Punktesystem bei schweren Verstößen am Steuergreift. Anstelle der jetzigen Skala von 1 bis 7 Punkten gibt es dann 1, 2 oder 3 Punkte.

Post erhöht das Porto

Umstellen muss sich auch, wer als Bankkunde im Euro-Raum Geld überweisen will. Ab Februar greift dafür das europäische Zahlungssystem Sepa (Single Euro Payments Area). Im Barverkehr wird es zudem ab Herbst neue Zehn-Euro-Scheine geben.

Schon zum Jahreswechsel hat die Post ihr Porto aufgestockt. Demnach kostet ein Standardbrief jetzt 60 statt 58 Cent. Ein Einschreiben muss mit 2,15 Euro frankiert werden, das sind zehn Cent mehr als 2013. Dagegen berechnet der Nordkurier-Briefdienst, der in der Region schon jetzt täglich 150 000 Briefsendungen befördert, auch 2014 für einen Standardbrief nur 49 Cent, wie eine Sprecherin bestätigte.

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