Mordprozess:

29-Jähriger gesteht den Mord an seiner Ex-Freundin

Das Verbrechen schockierte viele Menschen in Rostock: Eine junge Frau wird von ihrem Ex-Freund und Vater der gemeinsamen Tochter getötet. Sie wollte nicht mehr mit ihm zusammen sein.

Der 29 Jahre alte Angeklagte sitzt am 10.10.2015 in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) neben seiner Anwältin Katja Milewski im Verhandlungsaal des Landgerichtes. Der Rostocker soll im April seine ehemalige Lebensgefährtin und Mutter der gemeinsamen vierjährigen Tochter erstochen haben.
Joachim Mangler Der 29 Jahre alte Angeklagte sitzt neben seiner Anwältin Katja Milewski im Verhandlungsaal des Landgerichtes. Der Rostocker soll im April seine ehemalige Lebensgefährtin und Mutter der gemeinsamen vierjährigen Tochter erstochen haben.

Mit dem Geständnis des Angeklagten hat am Donnerstag vor dem Landgericht Rostock der Prozess um die Tötung seiner 23-jährigen Ex-Lebensgefährtin begonnen. Ausführlich schilderte der 29 Jahre alte Mann, wie er Ende April zunächst versucht hatte, die junge Frau zu einem erneuten Beziehungsstart zu überreden. Als dies nicht gelang, habe er sie zunächst gewürgt und dann mit Stichen in Bauch, Rücken und Hals getötet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor, denn sie sieht die Mordmerkmale wie Heimtücke und niedrige Beweggründe als erfüllt an.

Der Mann schilderte, wie er zuvor das Messer mit einer Klinge von 20 Zentimetern Länge aus der Küche geholt und in seine Tasche gesteckt habe. Grund für seine Tat seien auch die Schwärmereien seiner Ex-Freundin gewesen, die nicht ihm, sondern einem anderen Mann galten. "Ich konnte damit nicht umgehen. Ich habe den Schmerz so nicht mehr ertragen können", sagte er. An die Tat selbst habe er keine Erinnerungen mehr - dafür aber an den Moment danach. Denn, als seine Ex-Freundin tot auf dem Bett lag, strich er ihr die Haare aus dem Gesicht und gab ihr noch einen letzten Kuss. "Ich habe ihr gesagt, dass ich sie liebe." Nach der Beziehungstat wollte er sich vor eine S-Bahn werfen. Weil das nicht gelang, stellte er sich der örtlichen Polizei.

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