Viele Verletzte:

35 Unfälle durch Glätte in MV

Der Winter lässt in Mecklenburg-Vorpommern nicht locker. Innerhalb kurzer Zeit rutschen am Montagmorgen bei Rostock und Stralsund etwa 50 Autos ineinander oder von den Straßen. Bei knapp unter null Grad bildet sich gefährliche Glätte.

Dauereinsatz für die Rettungskräfte wegen der Glätte.
Patrick Pleul Dauereinsatz für die Rettungskräfte wegen der Glätte.

Glatte Straßen haben am Montagmorgen viele Autofahrer überrascht und den Verkehr an der Ostseeküste sowie auf der Insel Rügen stark behindert. Innerhalb weniger Minuten ereigneten sich in den Landkreisen Vorpommern-Rügen und Rostock etwa 35 Verkehrsunfälle mit zunächst sieben Leichtverletzten, wie Polizeisprecher in Neubrandenburg, Rostock und Stralsund erklärten. Autos rutschten von den Straßen und gegen Leitplanken oder prallten aufeinander. Die meisten Unfälle gab es auf Rügen sowie in und um Stralsund. Grund sollen Reifglätte und plötzlich überfrierende Nässe bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gewesen sein.

„Es war unheimlich glatt, plötzlich fuhren viele Autofahrer sehr langsam“, sagte Polizeisprecherin Antje Unger in Stralsund. So fuhren innerhalb kurzer Zeit einmal sieben Autos und einmal fünf Autos im Grünhufer Bogen in Stralsund ineinander. Bei 15 Unfällen auf Rügen wurden drei Menschen leicht verletzt. Betroffen waren vor allem die Bundesstraße 96 von Bergen über Rambin nach Samtens und die B196 bei Serams. Die Schadenshöhe sei insgesamt noch unklar, hieß es.

In der Region Rostock wurden zehn Unfälle innerhalb von 20 Minuten registriert, unter anderem an der A19-Ausfahrt Graal-Müritz. Bei diesen zehn Unfällen blieb es aber bei Blechschäden.

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