Unfallstatistik:

In MV kracht es wieder häufiger

Trendwende oder Momentaufnahme? Auf den Straßen in Mecklenburg- Vorpommern hat es 2015 erstmals wieder mehr Unfälle gegeben. Und auch die Unfallfolgen waren in der Summe schwerwiegender, wie die Statistik für 2015 zeigt.

Mecklenburg-Vorpommern hält einen traurigen Rekord: Hier stiegen die Unfallzahlen Deutschlandweit am stärksten.
Jens Büttner Mecklenburg-Vorpommern hält einen traurigen Rekord: Hier stiegen die Unfallzahlen Deutschlandweit am stärksten.

Nach jahrelang rückläufigen Unfallzahlen wurde 2015 erstmals wieder ein Anstieg in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Auch die Zahl der Verletzten und der Unfalltoten ging nach oben. Das zeigt die Unfallstatistik des Landes.

Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete dabei im Vorjahr den größten Anstieg bei den Verletzten. Deren Zahl stieg um 6,9 Prozent auf 7028. Bundesweit lag der Zuwachs bei 1,1 Prozent. Die Polizei nahm 2015 insgesamt rund 2,5 Millionen Unfälle auf, ein Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen stieg gegenüber 2014 um 2,9 Prozent auf 3475. In Mecklenburg-Vorpommern verloren 93 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben und damit einer mehr als im Jahr davor.

Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle war im Nordosten nach dem Höchststand im Jahr 1991 mit 624 kontinuierlich gesunken und hatte 2013 mit 80 Verkehrstoten ihren bisherigen Tiefstand erreicht. Seither geht die Tendenz wieder leicht nach oben. Dabei nimmt vor allem der Anteil junger Unfallopfer zu. So starben im Vorjahr neun Kraftfahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren und damit 50 Prozent mehr als 2014.

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