Suche nach Energie:

Ab 2019 könnte Erdgas aus Vorpommern fließen

Kein Erdöl an der Küste - dafür Gas? Auf diese Suche möchte sich ein französischer Konzern begeben. Und bekommt dabei von der betroffenen Gemeinde Gegenwind.

Die Suche nach Erdgas in der Ostsee bei Heringsdorf soll bald starten.
Bernd Settnik Die Suche nach Erdgas in der Ostsee bei Heringsdorf soll bald starten.

Auch wenn die Suche nach Erdöl in Vorpommern eingestellt wird, bedeutet das für die Firmen nicht, alle Hoffnungen zu begraben. Im Gegenteil: Der französische Konzern Engie hofft weiterhin auf Rohstoffe aus MV. Statt Erdöl soll es aber Erdgas sein. Das soll in 3000 Metern Tiefe vor der Küste von Heringsdorf lagern und laut Plänen des Energieversorgers erschlossen werden. „Das Lagervolumen wird auf 17 Milliarden Kubikmeter Erdgas geschätzt, so dass wir im Unterschied zu CEP von einer wirtschaftlich sinnvollen Förderung ausgehen können“, sagte Engie-Projektleiter Harald Schulenberg dem Nordkurier.

Geht alles nach Plan könnte das erste Erdgas Ende 2019 fließen. Allerdings sieht die Gemeindevertretung des Seebades das Vorhaben mehrheitlich kritisch und befürchtet einen Imageschaden für den Tourismus. Vor einem Monat hatte sie die Gründung eines zeitweiligen Ausschusses beschlossen, der mögliche Auswirkungen für das Seebad untersuchen soll.

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