Nebeneinkünfte im Bundestag:

Abgeordnete aus MV verdienen einiges nebenbei

Mehrere Millionen Euro haben die Bundestagsmitglieder seit 2013 nebenbei verdient. Auch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg haben einige Parlamentarier lukrative Nebenjobs.

Auch in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben die Abgeordneten lukrative Nebenverdienste.
Wolfgang Kumm Auch in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben die Abgeordneten lukrative Nebenverdienste.

Mindestens 18 Millionen Euro haben die Bundestagsabgeordneten in der aktuellen Legislatur an Nebenverdiensten eingesammelt. Das geht aus einer Rechnung des Blogs abgeordnetenwatch.de hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Von den 13 Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern haben zwei eine Nebeneinkunft angegeben. So hat die Rechtsanwältin Sonja Steffen (SPD) aus Stralsund mindestens 66 000 Euro über eine ganze Reihe von Mandaten verdient, die sie seit 2013 angenommen hat. Auch der Schweriner CDU-Mann Dietrich Monstadt ist Rechtsanwalt, er kommt auf Nebenverdienste von mindestens 33 000 Euro.

Brandenburger ist unter den zehn Spitzenverdienern

Von den 19 Bundestagsabgeordneten aus Brandenburg haben drei eine Nebeneinkunft angegeben. Spitzenreiter ist Hans-Georg von der Marwitz (CDU), der als Landwirt in Vierlinden (Barnim) über Geschäfte mit verschiedenen Vertriebspartnern mindestens 587 000 Euro eingenommen hat. Unter allen Bundestagsabgeordneten kommt er damit auf Platz sieben der höchsten Nebeneinkünfte. Ebenfalls in der CDU ist der Neuruppiner Rechtsanwalt Sebastian Steineke, der in dieser Legislatur ein Mandat übernommen hat und damit mindestens 1000 Euro verdiente.

Der dritte Brandenburger mit Nebeneinkünften ist Ulrich Freese (SPD) aus Cottbus. Er ist unter anderem Mitglied in den Aufsichtsräten diverser Bergbauunternehmen, die unter anderem auch an der Braunkohleförderung in der Region beteiligt sind. Freese hat darüber seit 2013 mindestens 120 000 Euro eingenommen.

Einkünfte oft intransparent

Der Blog kritisiert, dass die Veröffentlichungsregeln des Bundestags intransparent sind. So müssen die Abgeordneten nicht die genaue Summe ihrer Einkünfte offenlegen, sondern diese nur in einem Stufensystem einordnen. Das System ist zuletzt genauer geworden. Trotzdem lassen sich die Einkünfte nur schätzen. Millionenbeträge könnten den Wählerinnen und Wählern so verborgen bleiben, schreibt der Blog.

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