Wieder Probleme bei der Bundeswehr:

Abnahme weiterer Eurofighter wegen Mängeln gestoppt

Die Pannenserie bei Rüstungsprojekten der Bundeswehr nimmt kein Ende. Nun trifft es die Luftwaffe und damit auch MV.

Nach bisherigem Stand dürfen die Eurofighter in Laage trotz der Probleme weiter fliegen.
Bernd Wüstneck Nach bisherigem Stand dürfen die Eurofighter in Laage trotz der Probleme weiter fliegen.

Beim Kampfflugzeug Eurofighter sind nach einem Medienbericht neue Probleme aufgetaucht. Das Verteidigungsministerium habe den Bundestag am Montag über einen "Fertigungsmangel" im "Bereich der Verbindung zwischen dem Seitenleitwerk und Rumpf" unterrichtet, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Demnach wurden dort Bohrungen "nicht spezifikationskonform gesenkt und entgratet". Eine "Schädigung der Struktur des Luftfahrzeuges" könne nicht ausgeschlossen werden, zitierte die Zeitung aus dem Schreiben des Ministeriums.

Demnach sind alle ausgelieferten Flugzeuge der Tranchen 1 bis 3A von dem Mangel betroffen. Das Problem habe "keinen unmittelbaren Einfluss" auf den Flugbetrieb der deutschen Eurofighter-Flotte, Deutschland habe die "Abnahme weiterer Serienluftfahrzeuge" aber vorerst ausgesetzt. Derzeit analysierten Experten das Problem.

Am Himmel über MV unterwegs

Die Bundeswehr soll vom Hersteller Airbus insgesamt 143 Eurofighter bekommen. In MV werden am Luftwaffen-Standort Rostock-Laage alle deutschen Eurofighter-Piloten ausgebildert. Das Taktische Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff" wurde ab 2004 mit den modernen Jets ausgerüstet.

Das Rüstungsprojekt steht seit Jahren in der Kritik, weil es mehrere Milliarden teurer wurde als geplant und es immer wieder Verzögerungen gibt.

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