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AfD-Chef Holm könnte Mandat verlieren

Hat Leif-Erik Holm gegen das Wahlrecht verstoßen? Das muss jetzt die Landeswahlleiterin prüfen. Es geht um den Hauptwohnsitz des AfD-Fraktionsvorsitzenden.

Leif-Erik Holm war bei der Landtagswahl am 4. September der Spitzenkandidat der AfD.
Jens Büttner Leif-Erik Holm war bei der Landtagswahl am 4. September der Spitzenkandidat der AfD.

Dem Vorsitzenden der AfD-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, droht nach Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland der Verlust seines Landtagsmandates. Gegen seine Wahl lägen vier Anfechtungen vor, teilte das Netzwerk am Mittwoch unter Berufung auf Landeswahlleiterin Doris Petersen-Goes mit.

Holm werde vorgeworfen, zur Wahl angetreten zu sein, ohne seinen Hauptwohnsitz mindestens drei Monate vor der Wahl von Berlin nach MV verlegt zu haben. Er habe damit möglicherweise gegen das Wahlrecht verstoßen.

Laut Redaktionsnetzwerk werde Petersen-Goes am Ende der Einspruchsfrist am 4. Oktober den Rechtsausschuss des Landtags über die Anfechtungen informieren. Bei seiner Kandidatur hatte Leif-Erik Holm angegeben, er lebe bei Schwerin.

Weder Holm noch Petersen-Goes waren am Mittwochabend für unsere Redaktion erreichbar.