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AfD kann weiter auf Platz 3 setzen

Der Ausgang der Landtagswahl in MV wird denkbar knapp ausfallen. Schuld daran sind die Sozialdemokraten, die mit einem heftigen Problem zu kämpfen haben.

Am 4. September wird gewählt.
Uwe Anspach Am 4. September wird gewählt.

Die SPD kann sich wieder Hoffnung machen, mit der größten Fraktion in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einzuziehen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Wahlumfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap im Auftrag von Nordkurier, Ostsee-Zeitung, Schweriner Volkszeitung und Norddeutschem Rundfunk bei 1003 Personen durchgeführt hat.

Nachdem in den ersten beiden Befragungen im April und im Juni die CDU knapp die Nase vorn hatte, würden jetzt 26 Prozent der Befragten auf dem Stimmzettel die SPD ankreuzen, wenn am kommenden Sonntag gewählt würde. Die CDU kann mit 23 Prozent rechnen.

Offenbar gelingt es der SPD, die laut Umfrage unangefochtene Popularität ihres Ministerpräsidenten Erwin Sellering in Stimmen umzusetzen. Trotzdem müssen die Sozialdemokraten sich auf heftige Einbußen im Vergleich zur Landtagswahl von vor fünf Jahren gefasst machen.

Große Koalition wackelt

Nach dem aktuellen Stimmungsbild hängt eine Fortsetzung der Großen Koalition aus SPD und CDU am seidenen Faden. Grund dafür sind die heftigen Verluste der SPD von etwa zehn Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2011.

Die AfD kann nach Angaben von Infratest Dimap vor allem dank ihrer starken Stellung in Vorpommern mit 19 Prozent ihre hohen Werte aus den vergangenen Monaten stabilisieren und mit dem Einzug als drittstärkste Fraktion in den Landtag rechnen. Damit würde die Linke von ihrem Platz verdrängt, die 16 Prozent erwarten kann.

In schweres Fahrwasser kommt die Partei Bündnis 90/Grüne, die mit sechs Prozent um den Wiedereinzug in den Landtag zittern muss. Für FDP und NPD (beide drei Prozent) bestehen Zweifel, ob diese Parteien die Fünf-Prozent-Hürde überwinden können.

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