Wahl-Duell gegen Angela Merkel:

AfD-Landeschef Holm erwägt Bundestags-Kandidatur

Er hat die „Alternative für Deutschland” in Mecklenburg-Vorpommern in den Landtag geführt. Jetzt denkt Leif-Erik Holm darüber nach, auf bei der Bundestagswahl in diesem Jahr für seine Partei zu kandidieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt es im Bundestagswahlkampf voraussichtlich mit dem AfD-Landesparteichef von Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm zu tun.
Jens Büttner Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt es im Bundestagswahlkampf voraussichtlich mit dem AfD-Landesparteichef von Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm zu tun.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt es im Bundestagswahlkampf voraussichtlich mit dem AfD-Landesparteichef von Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, zu tun. Es sei eine „reizvolle Herausforderung“, im vorpommerschen Wahlkreis Merkels anzutreten, sagte Holm am Mittwoch in Schwerin.

Mehrere Kreisverbände seiner Partei hätten ihn zu der Kandidatur aufgefordert und auch von der Bundesebene habe es solche Stimmen gegeben. Er habe sich Bedenkzeit erbeten und wolle Anfang kommender Woche seine Entscheidung bekanntgeben. „Es zieht mich nicht unbedingt nach Berlin. Wenn, dann schiebt es mich eher dort hin“, sagte Holm.

Kanzlerin hat Wahlkreis seit 1990 stets gewonnen

Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass er bei einer Kandidatur auch als AfD-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern zur Bundestagswahl im Herbst antritt. Im September 2016 hatte der 46-Jährige frühere Radio-Moderator die AfD in den Schweriner Landtag geführt, wo er nun an der Spitze der mit 18 Abgeordneten zweitgrößten Fraktion steht. Mit 20,8 Prozent hatte die AfD ihr bislang zweitbestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Deutschland erzielt und erstmals die CDU hinter sich gelassen.

Merkel hat in ihrem Wahlkreis im Norden Vorpommerns seit 1990 stets das Direktmandat gewonnen, 2013 mit 56,2 Prozent der Erststimmen. Auch zur Wahl im Herbst dieses Jahres tritt sie dort an. Bei der Landtagswahl im vorigen Jahr hatte die Union vor allem in ihren früheren Hochburgen in Vorpommern massiv Stimmen an die AfD verloren, die dort auch drei Direktmandate errang.