Landtagswahlen 2016:

AfD laut Wählerbefragung in MV zweistellig

Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern scheint einer Umfrage zufolge von der aktuellen Flüchtlingsdebatte zu profitieren. Für die Nordost-SPD verheißt die jüngste Wählerbefragung hingegen nichts Gutes.

In knapp sieben Monaten wird in MV ein neues Parlament gewählt. Laut aktueller Umfrage verliert die SPD in der Wählergunst.
Jens Büttner In knapp sieben Monaten wird in MV ein neues Parlament gewählt. Laut aktueller Umfrage verliert die SPD in der Wählergunst.

Knapp sieben Monate vor der Landtagswahl zeichnen sich erhebliche Verluste für die SPD von Ministerpräsident Erwin Sellering und der Einzug der AfD in den Schweriner Landtag ab. In einer Wählerbefragung des Erfurter Meinungsforschungsinstituts INSA kommt die SPD nur noch auf 22 Prozent. Die Landtagswahl 2011 hatten die Sozialdemokraten mit 35,6 Prozent noch klar gewonnen. Den aktuell größten Zuspruch erhält trotz anhaltender Kritik an der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel mit 29 Prozent die CDU, seit 2006 Regierungspartner der SPD in Schwerin.

Die bislang nicht im Schweriner Landtag vertretene AfD kommt laut Umfrage im Nordosten derzeit auf 16 Prozent und damit nah an das Umfrage-Ergebnis der Linken. Die größte Oppositionspartei im Landtag erreichte 19 Prozent. Die Grünen müssten mit derzeit 5 Prozent um ihren Wiedereinzug ins Parlament bangen. NPD und FDP kommen in der Umfrage, für die telefonisch 1002 Personen in Mecklenburg-Vorpommern befragt worden waren, jeweils auf vier Prozent und wären damit nicht im Landtag vertreten.

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