Bundeskanzlerin in Viertorestadt:

AfD-Protest gegen Merkel bei CDU-Landesparteitag in Neubrandenburg

Politprominenz, ein starkes Polizeiaufgebot und ein Pfeifkonzert: 200-AfD-Anhänger demonstrierten gegen die Asylpolitik der Bundesregierung

Während die CDU im HKB tagte, demonstrierten draußen AfD-Anhänger gegen die Asylpolitik der Regierung.
Marcel Laggai Während die CDU im HKB tagte, demonstrierten draußen AfD-Anhänger gegen die Asylpolitik der Regierung.

Zum Auftakt des CDU-Landesparteitages in Neubrandenburg haben am Samstagvormittag etwa 200 Anhänger der AfD gegen die Asylpolitik der Bundesregierung demonstriert. Im Mittelpunkt der Kritik stand Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die CDU-Bundesvorsitzende gehört dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern an und nimmt am Parteitag teil.

In Sprechchören verlangten die Demonstranten vor dem Tagungsort der CDU bei der Ankunft Merkels deren Rücktritt als Regierungschefin. Als sie aus ihrem Wagen stieg, erscholl ein lautes Pfeifkonzert, gefolgt von den Rufen "Volksverräter". Die von einem starken Polizeiaufgebot begleitete Kundgebung hatte die AfD unter das Motto gestellt: "Merkel muss weg!"

Innenminister Lorenz Caffier will wieder Spitzenmann werden

Die CDU will auf ihrem Landesparteitag ihre Kandidatenliste für die Landtagswahl aufstellen. Für Platz eins tritt erneut CDU-Landeschef und Innenminister Lorenz Caffier (CDU) an. Er hatte die Union schon 2011 als Spitzenkandidat in den Landtags-Wahlkampf geführt, allerdings mit mäßigem Erfolg. Mit 23 Prozent war die CDU hinter Koalitionspartner SPD zurückgeblieben, der die Wahl mit 35,6 Prozent klar gewonnen hatte. Dennoch gilt als sicher, dass Caffier erneut Vormann der CDU wird.

Seine Partei stellt derzeit 18 Abgeordnete im Schweriner Landtag. Zwölf hatten ihre Wahlkreise direkt gewonnen. Nur sechs schafften den Sprung in das Parlament über die Landesliste, die nun in Neubrandenburg bestimmt wird.

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Kommentare (1)

... und Frauke - "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten..." - Petry wird Kanzlerin. Dann darf an deutschen Grenzen endlich wieder auf Flüchtende geschossen werden. Wie einfach doch alles sein könnte... Willkommen im vergangenen Jahrhundert.