Laut Landkreis keine Ansteckungsgefahr:

Afghane mit TBC büxt erneut aus der Klinik aus

Warum will der 21-Jährige trotz einer Tuberkulose-Erkrankung einfach nicht im Krankenhaus bleiben? Das Landratsamt rätselt und beruhigt zugleich die Gemüter.

Der TBC-Patient wird aus der Wolgaster Flüchtlingsunterkunft abgeholt.
Tilo Wallrodt Der TBC-Patient wird aus der Wolgaster Flüchtlingsunterkunft abgeholt.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am Donnerstag das Gerücht in Wolgast: Im Asylbewerberheim gebe es einen weiteren TBC-Fall. Am Mttwochabend sei ein Mann mit Mundschutz in einem Krankenwagen abgeholt worden.

Doch Anke Radloff, Sprecherin des Landkreises Vorpommern-Greifswald, dementiert umgehend. Bei dem Patienten handele es sich um den 21-jährigen Mann, der bereits am Sonntag wegen eines TBC-Verdachtes in das Wolgaster Krankenhaus eingeliefert worden sei. Kurz danach war der Mann, der laut Polizei aus Afghanistan stammt, ausgebüxt und erst nach stundenlanger Suche im Asylbewerberheim angetroffen worden. Zunächst kam er erneut auf ein Einzelzimmer des Kreiskrankenhauses. Am Montag wurde der junge Mann in das Greifswalder Universitätsklinikum verlegt. "Mit dem Patienten konnte auf Englisch die Notwendigkeit der Isolation bis zum Ergebnis der Untersuchungen besprochen werden. Es gab keinerlei Probleme bei der Behandlung und der Rückführung", hatte Frank Acker, Wolgaster Klinikchef, am Dienstag noch erklärt. Warum er trotzdem erneut das Krankenbett verließ und sich zurück auf den Weg ins Asylbewerberheim machte, ist unklar.

Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe bei einem möglichen Kontakt mit dem Afghanen aber zu keiner Zeit bestanden, sagte Anke Radloff. "Es handelt sich um keine offene TBC." Daher bestehe keine Ansteckungsgefahr. Zwischenzeitlich habe das Gesundheitsamt aber alle Heimbewohner, mit denen der 21-Jährige im Kontakt war, namentlich erfasst. Der Mann lebt seit März dieses Jahres in Wolgast.

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