"Rogida"-Aufzug geplant:

Aktionen gegen Pegida-Demo in Rostock

In Rostock wollen Gegendemonstranten bereits eine Woche vor einem islamfeindlichen Protestzug der Pegida-Bewegung ihre Ablehnung deutlich machen.

So wie hier in Dresden wollen sich auch die Rostocker gegen die Pegida-Demos wehren.
Kay Nietfeld So wie hier in Dresden wollen sich auch die Rostocker gegen die Pegida-Demos wehren.

Bereits am 5. Januar will das Bündnis "Rostock nazifrei" gegen den Aufmarsch des lokalen Pegida-Ablegers "Rogida" demonstrieren. Genau eine Woche später, am 12. Januar, haben die Organisatoren zu einem der «Spaziergänge» der Bewegung in Rostock aufgerufen. Das Bündnis wolle ein Zeichen setzen und zeigen, dass Rostock weltoffen und tolerant ist, erklärte ein Sprecher von "Rostock nazifrei". Das Motto der Veranstaltung lautet daher auch "Willkommen im Abendland – Rostock für alle".

Als Redner werden unter anderem der Präsident der Rostocker Bürgerschaft, Wolfgnag Nitzsche, der Linken-Landtagsabgeordnete Hikmat al-Sabty und der Pastor der Innenstadtgemeinde, Tilmann Jeremias erwartet. Ein Sprecher des Bündnisses sagte, die Pegida-Kundgebungen hätten ganz klar einen rassistischen Grundton. Es gehe im Grunde auch nicht um eine befürchtete "Islamisierung", sondern um Ängste vor sozialem Abstieg und Identitätsverlust. Menschen fühlten sich auch von der Politik im Stich gelassen. Die Pegida-Organisatoren missbrauchten diese Ängste.

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Kommentare (3)

Hier bricht sich an einem Kulminationspunkt der Unwille des Volkes Bahn, das jahrzentelang (in West ebenso wie in Ost!) von der Politik verschaukelt und gelenkt wird. Die Menschen erkennen seit langem, daß ihr Wille in dieser angeblichen Demolratie nicht beachtet wird, daß er sogar kraß mißachtet wird, siehe Euro-Einführung, Maastricht, Lissabon, „Bankenrettung“, Afghanistanfeldzug usf. Die Politik will, daß das Volk eine Meinung hat, die ihr genehm ist – dazu setzt man medial alles in Bewegung, was dazu geschaffen ward. So entwickelt sich die veröffentliche Meinung immer weiter von der öffentlichen Meinung – so was geht nur eine Zeit lang gut. Nun scheint der Punkt gekommen, wo man den Menschen mit der Massenherbeischaffung der Armen der Welt endgültig zu viel zumutet – und diese sich endlich wehren. Daß es nun diesem Thema aufbricht, ist mehr oder weniger zufällig. Die Politik sollte nur gemahnt sein, daß ein weiteres Unterdrücken der Volksmeinung nicht zum Ziele führt – der Krug geht so lange zu Wasser bis er bricht. Und der Meinungslenkungskrug ist gerade dabei, zu zerbrechen, jetzt geht es nur noch darum, die Scherben einigermaßen zu ordnen! Wenn das nicht gelingt, läuft das Volk der Politik davon. In D. zwar nicht durch Revolution, aber durch innere Emigration, was heißt u. a. Leistungsverweigerung für das Gemeinwesen.

liest sich wie eine dahingeworfene Botschaft. Absolut keine journalistische Auseinandersetzung sondern nur Hetze, Hetze, Hetze! Vielleicht sollten die Medien ihr Verhalten gegenüber der Pediga überdenken. Die Unzufriedenheit der Bürger entlädt sich gerade über das Problem der Zuwanderung. Und mit den letzten drei Sätzen des Artikels gehe ich mit. Sicherlich sehen einige auch ihre Identität schwinden, es will ja nicht jeder in einem Multi-Kulti Stadtteil groß werden. Manche finde es toll wenn im näheren Umfeld Menschen aus der ganzen Welt wohnen und Kulturen aufeinanderprallen, andere eben nicht. Die es nicht so gut finden, müssen eben auf tolerant umgepolt werden. One World One Voice...... :-),:-(..

... funktioniert bekanntlich zu einem großen Teil auch dadurch, dass man miteinander spricht. Fragen stellen, Antworten bekommen, Antworten einordnen, zusammenfassen. Wenn der Gegenüber sich einer Auseinandersetzung systematisch verweigert, ist es ziemlich billig, danach eine fehlende Auseinandersetzung zu beklagen. Noch billiger ist es, Kritik jedweder Art pauschal in die große Schublade "Medienmanipulation" zu packen.