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Schwesig will an Sellerings Politik anknüpfen

Bloß nichts verändern: Manuela Schwesig will als künftige Ministerpräsidentin da weitermachen, wo Erwin Sellering aufgehört hat - vermutlich auch mit dem gleichen Personal.

Vorgänger und Nachfolgerin: Manuela Schwesig will Erwin Sellerings Politik fortsetzen.
Bernd Wüstneck Vorgänger und Nachfolgerin: Manuela Schwesig will Erwin Sellerings Politik fortsetzen.

Die künftige Ministerpräsidentin Manuela Schwesig will in ihrem neuen Amt nahtlos an die Politik des scheidenden Regierungschefs Erwin Sellering (beide SPD) anknüpfen. Wirtschaftsförderung zur Schaffung gut bezahlter Jobs, die Unterstützung von Familien und Kindern sowie die Sicherung des sozialen Zusammenhalts in der Gesellschaft würden auch Schwerpunkte der von ihr geführten Regierung sein. Das kündigte Schwesig nach Angaben eines Sprechers am Montag in Basthorst bei Schwerin zu Beginn eines Treffens mit dem Vorstand der SPD-Landtagsfraktion und den SPD-Ministern an.

In gut zwei Wochen soll Schwesig vom Landtag zur neuen Regierungschefin gewählt werden. Die Ex-Bundesfamilienministerin tritt dann die Nachfolge von Sellering an, der aufgrund einer Krebserkrankung das Amt vorzeitig abgibt. Im Landtagswahlkampf vor einem Jahr hatte Sellering die von Schwesig aufgelisteten Themen in den Vordergrund gerückt und so mit für den Wahlsieg der SPD gesorgt.

Wohl keine Kabinettsumbildung

Das überraschende Treffen der SPD-Spitzenpolitiker in Basthorst war den Angaben zufolge auf Initiative von Fraktionschef Thomas Krüger anberaumt worden, um über die anstehenden Aufgaben nach dem Führungswechsel in der Staatskanzlei zu beraten. Sie habe diese Gelegenheit zu einem vertiefenden Austausch dankend angenommen, ließ Schwesig verlauten. Von 2008 bis 2013 war die 43-jährige Schwesig unter Sellering Sozialministerin und kennt aus dieser Zeit auch schon einige der Ressortchefs. Spekulationen um eine größere Kabinettsreform zu ihrem Amtsantritt schob sie einen Riegel vor.

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