Frühes Weihnachtsgeschenk:

Amnestie für Häftlinge in Mecklenburg-Vorpommern

Alljährlich vor Weihnachten können Gefangene in Mecklenburg- Vorpommern auf Begnadigung hoffen. Ihre Haftzeit kann sich dann um mehrere Wochen verkürzen.

Trotz Begnadigung müssen über 1000 Gefangene Weihnachten hinter Gittern verbringen.
Angelika Warmuth Trotz Begnadigung müssen über 1000 Gefangene Weihnachten hinter Gittern verbringen.

Voraussichtlich 19 der rund 1100 Gefangenen in Mecklenburg-Vorpommern verlassen demnächst vorzeitig die Haftanstalten. Ihnen wurde von den Staatsanwaltschaften die Weihnachtsbegnadigung bewilligt, wie ein Sprecher des Justizministeriums in Schwerin der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das seien bisher genauso viele Weihnachtsbegnadigungen wie im vergangenen Jahr. Offen ist dem Sprecher zufolge, ob noch weitere Anträge gestellt werden. Die Entlassungen beginnen am 27. November.

Die vorzeitige Entlassung zum Fest ist eine besondere Art der Begnadigung in der Justiz, die nicht in allen Bundesländern gewährt wird. Von ihr können im Nordosten Häftlinge profitieren, die zu einer Freiheitsstrafe von weniger als zwei Jahren verurteilt wurden und die sich während der Haftzeit nichts zuschulden kommen ließen. Außerdem muss ihr regulärer Entlassungstermin spätestens Anfang 2016 liegen.

Mit der Weihnachtsbegnadigung werde aber auch Verantwortung auf den Strafgefangenen übertragen, erklärte Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU). "Es ist ein wichtiges Signal, das der Strafgefangene mit einem vorzeitig gewährten Leben in Freiheit nutzen muss." Gerade zum Weihnachtsfest reflektierten viele Menschen erfahrungsgemäß ihr Handeln.

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