Ermittlungen wegen Badetod in Schwerin:

An den meisten Seen fehlen Rettungsschwimmer

Der Tod eines vierjährigen Mädchens im Schweriner See trifft viele hart. Wie gut die Badestellen in MV mit Rettungskräften besetzt sind.

An der Ostsee gibt es genügend Bademeister - doch im Binnenland fehlen sie vielerorts.
Thorsten Helmerichs An der Ostsee gibt es genügend Bademeister - doch im Binnenland fehlen sie vielerorts.

Nach dem Badetod eines vierjährigen Mädchens im Schweriner See laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Der Rettungsturm des Strandes war aus Personalmangel unbesetzt, die Flagge als sichtbares Zeichen nicht gehisst.

Zumindest für die mit Rettungsschwimmern besetzten Strände in den Urlaubsgebieten von Ostmecklenburg und Vorpommern schließen die Verantwortlichen ein solches Szenario aus. So seien die bewachten Strandbäder in der Mecklenburgischen Seenplatte mit mehreren Schwimmmeistern besetzt. In Neubrandenburg gelte das für den Reitbahnsee und das Augustabad, sagte Christiane Granzow, Leiterin der DRK-Wasserwacht Neubrandenburg. Das Strandbad Broda bliebe unbewacht.

An der Ostsee sind alle Türme besetzt

Das Problem sind Hunderte von Badestellen an den Binnenseen, für die die Gemeinden aufgrund des Geldmangels keine Rettungsschwimmer bezahlen können. Das trifft teilweise auf den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zu, sagte Torsten Krüger von der Wasserwacht. In Neustrelitz (Glambecker See), Wesenberg (Weißer See), Mirow (Strandbad), Feldberg (Amtswerder) und Waren (Volksbad, Ecktannen) seien Rettungsschwimmer vor Ort. In Feldberg sorgt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für Sicherheit am Strand. Auch die Freibäder in Friedland und Stavenhagen seien abgesichert. Mehr sei allerdings personell kaum zu leisten, sagte Krüger.

Das bestätigt der Landesleiter der DRK Wasserwacht, Thomas Pohlers. "Auf Usedom sind alle Türme ab 9 Uhr besetzt", meldet Mareike Klinkenberg von der Usedom Tourismus GmbH.

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