Bestechlicher Beamter:

Anklage wegen Korruptionsverdacht im Landeskriminalamt

Nach dem Korruptionsskandal im Landeskriminalamt hat die Staatsanwaltschaft Schwerin Anklage beim Landgericht gegen einen ehemaligen LKA-Beamten, dessen Ehefrau und eine Unternehmensberaterin aus Berlin erhoben.

Für seine Dienste soll der Beschuldigte Kriminalpolizist mehr als 300 000 Euro bekommen haben.
Paul Zinken Für seine Dienste soll der Beschuldigte Kriminalpolizist mehr als 300 000 Euro bekommen haben.

Der 60-jährige Angeklagte soll von 2008 bis 2016 interne Informationen an die Unternehmensberaterin verkauft haben, die sie an ihre Klienten weitergab, teilte ein Behördensprecher am Dienstag mit.

In einem Fall soll der Beamte seine dienstlichen Befugnisse dazu missbraucht haben, die Aufhebung eines internationalen Haftbefehls gegen einen ukrainischen Oligarchen zu erreichen. Für seine Dienste soll der Beschuldigte mehr als 300 000 Euro bekommen haben.

Das Geld soll er nicht versteuert haben, weshalb er mit seiner Frau wegen gemeinschaftlicher Steuerhinterziehung vor Gericht soll. Der Angeschuldigte und die 69 Jahre alte Unternehmensberaterin sitzen seit dem 20. April in Untersuchungshaft. Auf Bestechlichkeit im besonders schweren Fall stehen zwischen einem und zehn Jahren Haft.

Der Korruptionsfall war durch interne Ermittlungen von Vorgesetzten des LKA-Beamten aufgeflogen. Auch gegen einen 32 Jahre alten Ex-Polizisten wurden Ermittlungen eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft prüft nach Angaben des Sprechers, inwieweit das Verfahren beendet werden kann.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung