Nach Anschlag auf Asylbewerberheim :

Anklage wegen versuchten Mordes

Im Oktober 2014 werden Molotow-Cocktails auf ein Asylbewerberheim in Groß Lüsewitz nahe Rostock geworfen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Männer erhoben.

Auf das Asylbewerberheim in Groß Lüsewitz bei Rostock hatten die mutmaßlichen Täter zwei Brandsätze geworfen.
Jens Büttner/Archiv Auf das Asylbewerberheim in Groß Lüsewitz bei Rostock hatten die mutmaßlichen Täter zwei Brandsätze geworfen.

Nach einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Groß Lüsewitz bei Rostock hat die Staatsanwaltschaft gegen zwei Männer Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Die 25 und 26 Jahre alten Verdächtigen sollen im Oktober 2014 zwei mit Benzin gefüllte Flaschen auf das mehrgeschossige Haus geworfen haben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag. Beide Feuer erloschen. Es entstand Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt. Die Männer hätten die Tat bislang nicht gestanden.

In dem Heim waren acht Flüchtlingsfamilien verschiedener Nationalitäten untergebracht. Wie der Staatsanwalt sagte, hätten die Männer den Tod von Menschen in Kauf genommen. Sie hätten damit rechnen müssen, dass die Hausbewohner zum Tatzeitpunkt kurz nach Mitternacht bereits schliefen.

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