Grenzwerte „deutlich“ überschritten:

Anklamer Zuckerfabrik fällt bei Messungen durch

Das Unternehmen in Vorpommern kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nach dem Fischsterben in der Peene werden weitere Umweltsünden bekannt. Diesmal geht es um dicke Luft und Krach.

Noch immer wird es nicht ruhiger um die Zuckerfabrik in Anklam. Die Umweltvergehen häufen sich.
Stefan Sauer Noch immer wird es nicht ruhiger um die Zuckerfabrik in Anklam. Die Umweltvergehen häufen sich.

Saures statt Süßes: Nach dem großen Fischsterben Anfang September in der Peene steht die Zuckerfabrik Anklam erneut im Zwielicht. Schon im Jahr zuvor wurde für die Bioethanolanlage eine „deutliche Überschreitung“ der Abgas-Grenzwerte gemessen. Die Zuckerfabrik selbst ist laut Gutachtern außerdem zu laut: Die Lärm-Vorschriften werden ebenfalls nicht eingehalten.

Überdies ermittelt die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg, weil das Unternehmen Abwasser in Teiche geleitet und dort gelagert haben soll, obwohl dafür keine Genehmigung vorlag. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion im Landtag hervor.