Erneuter Fall auf der Ostsee:

Argloser Angelausflug sorgt für große Suchaktion

Der Angelausflug eines 52-Jährigen hat am Freitagabend eine groß angelegte Suchaktion vor Boiensdorf im Kreis Nordwestmecklenburg ausgelöst.

Bereits seit Anfang Dezember werden zwei Angler auf der Ostsee vermisst.
Bernd Wüstneck Bereits seit Anfang Dezember werden zwei Angler auf der Ostsee vermisst.

Der Mann war vormittags aufgebrochen und hatte sein Auto samt Anhänger herrenlos am Strand zurückgelassen. Weil auch am Abend noch keine Spur vom einsamen Angler zu finden war und seine Frau ihn nicht erreichen konnte, begann ein Großaufgebot an Rettungskräften nach dem Mann zu suchen.

Sechs Schiffe der Seenotretter, der Bundespolizei und des Zolls sowie 100 Mann suchten nach Angaben der Landeswasserschutzpolizei den Strand und das umliegende Wasser ab - zunächst ohne Erfolg.

Gesuchter beobachte Suchaktion

Der 52-Jährige war unterdessen mit seinem Boot bis vor das rund zehn Kilometer entfernte Rerik gefahren und beobachtete das Treiben vom Wasser aus. Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei in Wismar mitteilte, kam er jedoch nicht auf die Idee, dass die Suche ihm galt und kehrte erst spät in der Nacht wohlbehalten zurück.

Die Frau des Anglers meldete sich schließlich bei den Rettungskräften und gab Entwarnung. Ob er für die Kosten der Suche aufkommen muss, war zunächst unklar.

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