Wegen Betrugs und Körperverletzung vor Gericht:

Arzt vergiftet seine Patienten

Er versorgte Drogenabhängige mit Ersatzmedikamenten, schummelte bei den Abrechnungen und vergiftete Patienten. Nun muss sich ein Arzt vor Gericht verantworten.

Arzt
Patrick Seeger Weil er mit Medikamenten leichtfertig umging, landete ein Arzt vor dem Landgericht in Schwerin.

Weil er es bei der Ausgabe von Ersatzmedikamenten an Drogenabhängige und mit der Abrechnung seiner Leistungen nicht so genau genommen haben soll, muss sich ein Arzt seit Mittwoch vor dem Landgericht in Schwerin verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 71-Jährigen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie Betrug vor.

Laut Anklageschrift soll der Mediziner entgegen den Vorschriften Arzthelferinnen und eine Schreibkraft mit der Medikamentenausgabe betraut haben. Dies sei aber als ärztliche Leistung abgerechnet worden. Der finanzielle Schaden wurde mit 115 000 Euro beziffert. In einem Fall soll der Mediziner telefonisch Betäubungsmittel verordnet haben. Nach einer Überdosierung habe die Patientin eine Vergiftung erlitten, was die Anklage als schwere Körperverletzung wertet.

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