Castor-Zug gestoppt:

Atom-Gegnerin muss nur 35 Euro zahlen

Vor vier Jahren rollten Atomtransporte durch MV. Gegner blockierten die Gleise und stoppten immer wieder den Zug. Nun musste eine mutmaßliche Blockiererin in Ludwigslust vor Gericht. Sie hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl erhoben.

Vor vier Jahren protestierte Ulla Busse aus Uelzen gegen einen Castortransportzug in das Zwischenlager Lubmin.
Jens Büttner Vor vier Jahren protestierte Ulla Busse aus Uelzen gegen einen Castortransportzug in das Zwischenlager Lubmin.

Der vermutlich letzte Prozess um Gleisblockaden bei den Castor-Bahntransporten vor vier Jahren in Mecklenburg-Vorpommern ist am Dienstag eingestellt worden. Vor dem Amtsgericht Ludwigslust stand eine 55-jährige Frau aus Uelzen (Niedersachsen), die an einer Blockadeaktion am 16. Dezember 2010 in der Nähe der mecklenburgischen Kleinstadt teilgenommen hatte.

Der Zug mit Atommüll war damals aus dem südfranzösischen Cadarache gekommen und sollte zum Zwischenlager Nord in Lubmin bei Greifswald fahren, als ihn eine Gruppe von 21 Atomgegnern aus dem Wendland zum Stehen brachte. Die Frau erhielt deshalb einen Strafbefehl über 1800 Euro wegen Nötigung, legte jedoch Widerspruch ein. Sie muss nun lediglich 35 Euro an das Frauenhaus in Ludwigslust überweisen.

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