Verkehrskontrollen in MV:

Auch ohne Marathon sind Raser im Visier der Polizei

Momentan gibt es auffallend viele Verkehrskontrollen. Zwar hat die Polizei keine Zeit für den Blitz-Marathon. An einer wochenlangen Kontrolle beteiligt sie sich dennoch. Im Innenministerium sieht man darin keinen Widerspruch.

Wie viele Raser der Polizei in den vergangenen Tagen ins Netz gegangen sind, will die Polizei am Montag mitteilen.
Julian Stratenschulte Wie viele Raser der Polizei in den vergangenen Tagen ins Netz gegangen sind, will die Polizei am Montag mitteilen.

Autofahrer aufgepasst! Bis morgen wird die Polizei im Land vermehrt Raser ins Visier nehmen. Die Beamten beteiligen sich an europaweiten Verkehrskontrollen, bei denen sie vor allem auf die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit achten, um „konsequent gegen Vergehen im Straßenverkehr“ vorzugehen, wie es aus dem Innenministerium heißt.

Noch zu Beginn der Woche hatte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) einer anderen europaweiten Kontrolle eine Absage erteilt: dem Blitz-Marathon. Dieser hatte am Donnerstag in zehn Bundesländern stattgefunden. Caffier begründete seine Absage mit der zu hohen Belastung der Polizisten. Der Schutz von Asylbewerberunterkünften, Bekämpfung des islamistischen Terrorismus sowie die Zunahme von Demonstrationen und Ausschreitungen beim Fußball führte ein Sprecher des Ministers als Gründe für die hohe Belastung an.

Montag werden Ergebnisse bekanntgegeben

Da wird es so manchen verwundern, dass die Polizei zwar für den 24-stündigen Blitz-Marathon keine Zeit hat, sich aber gleichzeitig eine ganze Woche lang an einer anderen länderübergreifenden Kontrolle beteiligt. Im Innenministerium sieht man darin offenbar keinen Widerspruch. Nicht an dem Blitz-Marathon teilzunehmen, bedeute nicht, dass die Verkehrsüberwachung eingestellt werde. Die Zahl der eingesetzten Beamten sei "der entscheidende Unterschied" zwischen beiden Kontrollen.

300 Frauen und Männer müssten beim Blitz-Marathon zeitgleich einen Tag lang kontrollieren. Bei der einwöchigen Geschwindigkeitskontrolle hätten sich dagegen im vergangen Jahr nur jeweils 100 Beamte pro Tag zu unterschiedlichen Tages- und Nachtzeiten beteiligt. Ziel des Blitz-Marathon sei, "dass alle Fahrzeugführer wieder aufmerksamer werden". So trage auch die mediale Berichterstattung dazu bei, dass "das Thema kontrovers diskutiert" werde. Wie viele Raser innerhalb der einwöchigen Kontrolle in Mecklenburg-Vorpommern überführt wurden, soll am Montag bekannt gegeben werden.

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