Polizei warnt vor Diebstahl:

Augen auf am Glühweinstand

Weihnachtszeit ist Shoppingzeit. Volle Regale und blinkende Lichtchen locken jedoch auch Langfinger an. Die Polizei mahnt deshalb zur Vorsicht.

Bei Taschendiebstählen gibt es eine hohe Dunkelziffer. Angezeigt werden meist nur Fälle, bei denen Ausweise abhandenkommen.
Frank Rumpenhorst Bei Taschendiebstählen gibt es eine hohe Dunkelziffer. Angezeigt werden meist nur Fälle, bei denen Ausweise abhandenkommen.

Ob auf dem Weihnachtsmarkt oder im Einkaufszentrum, die Polizei mahnt Bummler und Shopper dazu, sorgsam mit ihren Geldbörsen und Handtaschen umzugehen. „Ein Anstieg der Diebstahlsfälle ist zu erwarten“, sagte Synke Kern vom Landeskriminalamt. Von daher sollten die Menschen besonders achtsam sein. Die Gefahr, Opfer eines Diebstahls zu werden steige schon allein deshalb, „weil gerade in der Vorweihnachtszeit die Menschen mehr Bargeld als an anderen Tagen mit sich tragen“, sagte die Polizeisprecherin weiter. Taschendieben wiederum spiele in die Hände, dass „auf Märkten oder in vollen Einkaufszentren Gedränge eher in Kauf genommen wird, als an anderen Orten.“ Das sei nichts Ungewöhnliches, biete den Dieben dafür aber verbesserte Gelegenheiten. Besuchern von Weihnachtsmärkten und Einkaufszentren rät sie daher vor allem eines: „Tragen Sie möglichst wenig Bargeld bei sich und bewahren sie dieses getrennt von Karten und Dokumenten auf.“ Geldbörsen sollten generell nah am Körper, Handtaschen im Blickfeld und nicht hinter dem Rücken getragen werden.

Polizei gibt Entwarnung

Um eine Beruhigung der Menschen bemühte sich indes Verena Splettstößer von der Neubrandenburger Polizeiinspektion. „Der Bereich Diebstahl hat in den letzten Jahren zur Weihnachtszeit ganz bestimmt keinen Schwerpunkt unserer Arbeit ausgemacht, die Lage war völlig entspannt“, so die Polizeisprecherin. Dennoch riet sie gerade Männern dazu, das Portemonnaie niemals in der Hosentasche aufzubewahren oder es wenigstens mit einer Kette zu sichern. Alles andere mache den Dieben die Arbeit dann doch zu leicht. 

Beim Einzelhandel sorgen Ladendiebe in der Vorweihnachtszeit zwar nicht unbedingt für Sorgenfalten auf der Stirn der Gewerbetreibenden, mit einem Anstieg der Diebstähle rechnen aber auch sie. „Bei vielen Menschen in den Geschäften ist es natürlich schwieriger Diebe zu entdecken, es wird also mehr Diebstähle geben“, sagte dazu mit Tino Beig der Geschäftsführer der Neubrandenburger Niederlassung des Einzelhandelsverbands Nord. Eine speziell auf die Weihnachtszeit ausgerichtete Statistik dazu gebe es aber nicht. Davon, dass die Einzelhändler dem zu erwartenden Anstieg der Diebstahlszahlen mit zusätzlichen Sicherheitskräften begegnen, ist ihm nichts bekannt. „Es wird sicher Einzelfälle geben, die Masse der Geschäfte wird sich daran aber nicht beteiligen“, erklärte Tino Beig. Auf das gesamte Jahr betrachtet kosten Ladendiebe den deutschen Einzelhandel rund 1,1 Prozent seines Umsatzes. Das ergab eine Studie des Marktforschungsunternehmens Euromonitor International. Rein rechnerisch bezahle damit jeder Haushalt rund 106 Euro für die durch Ladendiebe, unehrliche Mitarbeiter, Lieferanten oder administrative Fehler entstandene Schäden. Gestohlen wird der Umfrage zufolge, was klein und teuer ist – und sich gut weiterverkaufen lässt. Besonders beliebt bei Dieben sind Mode-Accessoires, Jeans, Schuhe, Unterwäsche, Elektroartikel wie Smartphones.

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