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Ausbau der Behörden-Hotline wird auf lange Bank geschoben

In zwei Landkreisen kann die offizielle Telefonnummer angewählt werden. Doch seit dem vergangenen Dezember ist es still um die 115 geworden. Liegt es am Feedback oder gibt es andere Gründe?

Dreiviertel aller 115-Anrufe sollen innerhalb von 30 Sekunden angenommen werden, heißt es. Klingt doch ganz gut! Warum ist dann die Verbreitung der Behördensorgen-Rufnummer aber vorerst ins Stocken geraten? Foto: Marcus Brandt
Marcus Brandt Dreiviertel aller 115-Anrufe sollen innerhalb von 30 Sekunden angenommen werden, heißt es. Klingt doch ganz gut! Warum ist dann die Verbreitung der Behördensorgen-Rufnummer aber vorerst ins Stocken geraten? Foto: Marcus Brandt

Die Ausbaupläne für die Behörden-Hotline 115 kommen nicht voran. Nachdem vor einem Jahr die Kreise Ludwigslust-Parchim und Vorpommern-Rügen ans Netz gegangen waren, ist das mit viel Vorschusslorbeeren bedachte Projekt ins Stocken geraten. Derzeit gibt es laut Nordkurier-Informationen keinen Fahrplan für den weiteren Ausbau. Die Versprechen klingen gut: Ganz egal, ob es sich um Fragen auf Länder-, Landkreis- oder Gemeindeebene handelt. Binnen kurzer Zeit soll man eine konkrete Antwort erhalten.

Trotz des angeblichen Nutzens der 115: Warum ist sie im Nordosten nicht überall zu erreichen? Laut Innenministerium arbeite man bereits an einem Ausbau. Der Anschluss an den Service-Verbund liegt jedoch in der Hand der Landkreise, Gemeinden und Städte. Die Finanzierung wird dabei zur Hälfte vom Bund und den teilnehmenden Ländern getragen.

Bis zu 70 Anrufe am Tag

Im Landkreis Vorpommern-Rügen ist die Behörden-Hotline seit dem vergangenen Dezember erreichbar. Am Tag erhalte man dort zwischen 50 bis 70 Anrufe, so der Landkreis-Pressesprecher Olaf Manzke. Die Rückmeldung sei bis dato durchweg positiv. Dem stimmt auch Andreas Bonin, Pressesprecher des Landkreis Ludwigslust-Parchim, zu.

Brandenburg hingegen sieht aktuell keinen Bedarf an dieser Hotline. Aus einer Anfrage des Nordkurier geht hervor, dass das Innenministerium die Aussage vertritt, „dass die ermittelten Kosten keinem angemessenen Nutzen gegenüberstehen.“ Lediglich die Landeshauptstadt Potsdam nimmt an dem Projekt teil.

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