Jagd auf Gefährder:

Autobahn wird wegen sechs Rehen voll gesperrt

Offiziell dürfen sie erst ab dem 1. Mai gejagt werden. Und dann auch nur die Böcke, denn die Ricken sind gerade hochschwanger und setzen bald ihre Kitze. Doch die Sicherheit der Autofahrer geht vor.

Sechs Rehe sollen Autofahrer an der A20 gefährden. Deshalb sollen sie jetzt erlegt werden.
Carsten Rehder Sechs Rehe sollen Autofahrer an der A20 gefährden. Deshalb sollen sie jetzt erlegt werden.

Diese Rehe haben sich den falschen Wohnort ausgesucht. Deshalb sollen jetzt alle sechs Tiere erlegt werden, die offenbar direkt an der A20 leben. Eigens dafür wird die Autobahn am Sonnabend für etwa drei Stunden zwischen den Anschlussstellen Dummerstorf und Sanitz im Landkreis Rostock voll gesperrt.

Als Grund gab das Landesamt für Straßenbau und Verkehr am Dienstag eine Verkehrsgefährdung durch die Tiere an. Die Behörde geht nach Angaben eines Sprechers davon aus, dass sechs Rehe direkt an der Autobahn leben.

Sperrung für drei Stunden

Am Samstag sollen zwischen 11 und voraussichtlich 14 Uhr ein bis zwei Jäger auf einem Räumfahrzeug des Straßenwinterdienstes den Autobahnabschnitt abfahren und von dem rollenden Hochsitz aus alle sechs Rehe erlegen. Eine Autobahnsperrung wegen einer Jagd kommt dem Landesamt zufolge selten vor.

Die Tiere umwandern den Angaben zufolge den Wildschutzzaun an einer Anschlussstelle, zupfen das Gras direkt an der Schnellstraße - und sprangen auch schon über die Autobahn. Seit Anfang 2015 musste etwa ein dutzend Mal über den Verkehrsfunk vor Rehen auf der Autobahn gewarnt werden, hieß es. Es habe bisher aber keine Unfälle gegeben.

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