Polizei im Nordosten:

Benzindieben dicht auf den Fersen

Tanken, einsteigen, flüchten: Viele Autofahrer stehlen an der Tankstelle Benzin. Im Nordosten kommen die Spritdiebe aber mit ihrem Diebesgut oft nicht weit.

Überwachungskameras zeichnen Tankbetrüger häufig auf. Aber nicht immer helfen sie, von solche Straftaten abzuhalten.
Bernd Wüstneck Überwachungskameras zeichnen Tankbetrüger häufig auf. Aber nicht immer helfen sie, von solche Straftaten abzuhalten.

In keinem anderen Bundesland ergreift die Polizei so häufig Tankbetrüger wie in Mecklenburg-Vorpommern. 61,3 Prozent der Diebstähle an der Zapfsäule konnten aufgeklärt werden. Das ergab jetzt eine Studie des Internetportals billiger.de.
„In einem Flächenland wie MV sind die Diebe leichter zu ermitteln als in Ballungszentren und Großstädten“, erklärt Michael Schuldt, Pressesprecher des Landeskriminalamtes in Rampe bei Schwerin, die gute Quote. Mit 1348 Spritdelikten wurde in MV im Jahr 2014 vergleichsweise wenig Benzin gestohlen. Davon entfallen auf Neubrandenburg 62 Fälle.

Anders sieht es dagegen in Brandenburg aus. Mit 3636 Fällen von Tankbetrug rangiert das Bundesland beim Ländervergleich schon im Mittelfeld. Bei der Ermittlung der flüchtigen Sprit-Räuber gehört das Land aber zu den Schlusslichtern: 38,3 Prozent wurden aufgeklärt.

Statistisch gesehen werden in Deutschland jeden Tag 237 Spritdiebe wegen nicht bezahlter Tankrechnungen angezeigt. Allein im Jahr 2014 gingen bei der Polizei 86358 Anzeigen wegen geklauten Benzins ein.

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