Vermisste sind erfahrene Piloten:

Flugzeugabsturz bei Usedom: Wrack weiterhin verschwunden

Südlich der Insel Usedom ist am Sonntag ein Kleinflugzeug mit drei Insassen abgestürzt. Erste Wrackteile wurden geborgen. Eine Spur von den Insassen gibt es bisher nicht. Der Einsatz von Tauchern wird am Dienstag fortgesetzt.

Am Montag wurde die Bergung des Flugzeuges vorbereitet.
Tilo Wallrodt Am Montag wurde die Bergung des Flugzeuges vorbereitet.

Nach dem vermutlichen Absturz eines Kleinflugzeugs sind die drei Insassen am Montag weiter vermisst worden. Taucher, Flugexperten und Polizei suchten am Stettiner Haff nach drei Menschen aus einem Kleinflugzeug, das seit Sonntag vermisst wurde. Laut Polizei kamen bei der Suche am Montag sieben Boote, zwei Sonargeräte, Taucher sowie ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Das Wrack konnte trotz intensiver Suche aller beteiligten Einsatzkräfte nicht gefunden werden. Die Suchmaßnahmen werden am Dienstag fortgeführt.

Kurz nach Start abgestürzt

Nach ersten Ermittlungen war die Maschine Typ TB 20 am Sonntagmorgen kurz nach dem Start am Flughafen Heringsdorf auf der Insel Usedom ins Stettiner Haff gestürzt. Helfer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatten schon kurz danach bei Neverow Wrackteile des Flugzeuges und Teile der persönlichen Ausrüstung aus dem Wasser geborgen, wie eine DGzRS-Sprecherin in Bremen berichtete.

Alle drei Vermissten stammten aus Hessen. Wie ein Sprecher des Flugplatzes in Michelstadt/Odenwald erklärte, waren eine Frau und zwei Männer im Alter von Anfang 50 und Anfang 60 am Freitag nach Usedom geflogen. Dabei seien sie von einer zweiten Maschine begleitet worden - diese sei dann am Sonntag zurückgekehrt. Einer der Männer fliege mehr als sechs Jahre, der andere schon etwa 20 Jahre, hieß es.

Einsatz der Taucher verzögerte sich

Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung war mit Experten am Stettiner Haff. Sie sollten mit Tauchern und Wasserschutzpolizei die Reste des Flugzeuges bergen und begutachten. Mit einem Sonargerät sollte die Absturzstelle am Montag näher geortet werden. Sie wurde etwa zwei Kilometer südlich der Insel Usedom vermutet. Dort soll das Haff etwa vier Meter tief sein. Danach war der Einsatz der Taucher geplant, was sich allerdings immer wieder verzögerte.

Die Überlebenschancen der Insassen hänge davon ab, ob es sich um einen Absturz oder eine missglückte Notlandung gehandelt habe, sagte ein Sprecher der Bundesstelle. Die Maschine verfüge aber nicht über spezielle Rettungseinrichtungen wie Schleudersitze, es gebe aber einen Notsender, der eventuell eine Ortung ermögliche.

Der Artikel wurde aktualisiert, neueste Version von 18.39 Uhr.

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Kommentare (2)

Guten Tag, wer hat denn bitte den Satz: "Die Maschine verfüge nicht über Schleudersitze, wie größere Flugzeuge" in den Artikel geschrieben? Das ist nämlich völliger Blödsinn. Schleudersitze gibt es nur bei Militärflugzeugen. Sie haben nichts mit der Größe eines Flugzeugs zu tun. Mit freundlichen Grüßen Peter Dropschewski

Hallo Peter3553, Danke für den Hinweis! Sie haben recht, dass größere Flugzeuge nicht automatisch Schleudersitze haben. Wir haben den Artikel entsprechend geändert.