Zuschuss vom Land:

Berufsschüler erhalten jetzt Fahrgeld

Weil sein Programm zur Förderung von Fahrtkosten lange nicht funktionierte, hatte Bildungsminister Brodkorb viel Ärger. Kurz vor Jahresende kann er endlich einen Erfolg vermelden.

Nur wer länger als drei Stunden zur und von der Schule unterwegs ist, kann Fördergelder beantragen.
Lisa Walter Nur wer länger als drei Stunden zur und von der Schule unterwegs ist, kann Fördergelder beantragen.

Normalerweise stehen Minister in der Kritik, wenn sie zu viel Geld ausgeben. Ganz anders dagegen Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD), wenn es um sein Programm zur Förderung der Fahrt- und Unterkunftskosten für Berufsschüler geht. 2013 und 2014 floss nur ein Bruchteil der eingeplanten 100  000 Euro ab, was zu heftigen Vorwürfen führte. Tenor: Das Programm geht am Bedarf vorbei.

Jetzt endlich gibt es aus Sicht des Bildungsministers Erfolgszahlen zu vermelden: 54  000 Euro seien mit Stand vom 15. Dezember 2015 ausgezahlt. Das ist zwar immer noch nur gut die Hälfte der geplanten Gelder. Mit Blick auf vorherige Statistiken ist es aber verständlich, dass Brodkorb einen Erfolg für sich beansprucht. „Es ist offenkundig, dass das Programm jetzt läuft“, sagte er. Knapp 280 Anträge seien eingereicht worden. Mehr als die Hälfte wurden befürwortet, knapp 90 abgelehnt. 44 seien offen, weil noch Unterlagen fehlen, erklärte Brodkorb.

Um in den Genuss der Förderung zu kommen, haben Berufsschüler einige Voraussetzungen zu erfüllen: Für die Hin- und Rückfahrt zum Standort der Berufsschule müssen mindestens drei Stunden benötigt werden. Das Geld fließt nur, wenn eine Landesfachklasse oder eine überregionale Fachklasse besucht wird. Schließlich dürfen die jungen Leute nicht mehr als 500 Euro Ausbildungsvergütung pro Monat bekommen.

 

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