Staatsanwaltschaft greift durch:

Beschleunigtes Verfahren gegen Angreifer von Flüchtlingsheim in Parchim

Die zwei Männer, die am Dienstagabend unbefugt und bewaffnet auf das Gelände des Flüchtlingsheims in Parchim eingedrungen sein sollen, landen im Eilverfahren vor dem Richter.

Die Polizei ermittelt gegen zwei Männer, die betrunken und mit einem Messer auf den Hof der Flüchtlingsunterkunft eingedrungen waren.
Jens Büttner Die Polizei ermittelt gegen zwei Männer, die betrunken und mit einem Messer auf den Hof der Flüchtlingsunterkunft eingedrungen waren.

Das Amtsgericht Ludwigslust wird bereits am heutigen Mittwoch die Hauptverhandlung gegen die zwei Tatverdächtigen durchführen, teilte Stefan Urbanek, Pressesprecher Staatsanwaltschaft Schwerin, mit. Wegen des Verdachts der Bedrohung und des Hausfriedensbruchs hatte die Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Entscheidung im beschleunigten Verfahren gestellt.

Den beiden Männern wird vorgeworfen, sich am Dienstagabend gewaltsam Zutritt zu einem Flüchtlingsheim in Parchim verschafft und sich in feindseliger Absicht einer Gruppe von Flüchtlingen genähert zu haben. Einer der beiden Männer soll dabei mit einem Messer mit einer Klingenlänge von 20,5 Zentimeter bewaffnet gewesen sein. Die beiden 31 und 29 Jahre alten Männer aus Parchim wurden von der Polizei festgenommen. Die Tatverdächtigen sind vorbestraft und seien zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert gewesen.

Laut Pressesprecher Stefan Urbanek kann es für Hausfriedensbruch sowie die Bedrohung Geldstrafen oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geben. Zum Hintergrund: Die Staatsanwaltschaft kann ein beschleunigtes Verfahren beantragen, wenn ein Fall wegen des Sachverhalts oder der Beweislage zur sofortigen Verhandlung geeignet ist. Eine höhere Freiheitsstrafe als von einem Jahr darf aber nicht verhängt werden.

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