Kuriose Geschichte:

Betrunkener Traktorfahrer ruft selbst die Polizei

Auf die Frage, ob er Alkohol getrunken habe, sei von dem Mann die klare Antwort gekommen: "Selbstverständlich! Warum nicht?".

dpa/Symbolbild

Dieser Notruf eines 55-jährigen Landwirts aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim ging nach hinten los. Er habe die Polizei am frühen Mittwochmorgen wegen einer Beschädigung an seiner Haustür gerufen, sagte ein Behördensprecher. Da ein Einbruchsversuch nahe gelegen habe, seien Streifenbeamte sofort in den kleinen Ort bei Lübz gefahren. Als sie dort auf dem Hof ankamen, sei der Mann torkelnd von einem Traktor gestiegen, der ihnen kurz zuvor begegnet war.

Auf die Frage, ob er Alkohol getrunken habe, sei von dem Mann die klare Antwort gekommen: "Selbstverständlich! Warum nicht?". Der gegen 7.45 Uhr vorgenommene Atemalkoholtest ergab 2,11 Promille. Auch sein Geständnis bewahre den Traktorfahrer nun nicht vor einem Verfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Beschädigungen an der Haustür hätten die Polizisten indes nicht finden können, hieß es weiter.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (1)

Auf Privatgrundstücken gilt nicht immer § 316 StGB. Es muss sich mindestens um öffentliche Verkehrsfläche im Privatbesitz, die für Jedermann zugänglich ist, handeln (z.B. Supermarktparkplatz, Autohausparkplatz). So dürfen z.B. Fahrer von landwirtschaftlichen Fahrzeugen auf Äckern und Feldern angetrunken Fahrzeuge führen, so lange sie nicht auf öffentliche Verkehrswege kommen. Wenn Polizisten im Streifenwagen den Traktorfahrer vor dem Privatgrundstück im Traktor fahrend gesehen aber nicht dort auf Alkohol kontrolliert haben, brauchen sie Zeugen, dass der Traktorfahrer fahrend vor dem Privatgrundstück gesehen wurde, sonst steht Aussage gegen Aussage und der Atemalkoholtest ist gegenstandslos. Selbst ein Geständnis, man habe Alkohol getrunken, ist nicht verwertbar, da im alkoholisierten Zustand rechtsverbindliche Aussagen nicht zutreffen oder angezweifelt werden können.