Verbesserungen möglich:

Bildungsstudie setzt Mecklenburg-Vorpommern auf Platz elf

Es ist zwar einiges gut im Bildungssystem Mecklenburg-Vorpommerns, aber längst nicht alles. So bemängelt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die unverändert hohe Zahl vorzeitig aufgelöster Ausbildungsverträge. Das gefällt auch der Wirtschaft in MV nicht.

Mecklenburg-Vorpommern steht laut Einschätzung einer neuen Studie im Bildungsbereich in den kommenden Jahren vor Herausforderungen.
Jens Wolf Mecklenburg-Vorpommern steht laut Einschätzung einer neuen Studie im Bildungsbereich in den kommenden Jahren vor Herausforderungen.

Trotz großer Chancengleichheit für Kinder und vieler Lehrstellenangebote bleibt Mecklenburg-Vorpommerns Bildungssystem im Ländervergleich nur ein Platz im hinteren Mittelfeld. Im "Bildungsmonitor 2016", den das arbeitgebernahe Instituts der deutschen Wirtschaft im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellte, wurde der Nordosten unter den 16 Bundesländern auf Rang 11 gesetzt.

Negativ fiel laut Studie vor allem der mit 38 Prozent extrem hohe Anteil vorzeitig aufgelöster Ausbildungsverträge ins Gewicht. Kritisch wird auch die Altersstruktur der Lehrer gesehen, nachdem es über viele Jahre hinweg kaum Neueinstellungen gegeben hatte und nun eine "Verrentungswelle" bevorsteht.

Zu wenig Personal in Schulen und Kitas

Zwar wird das Angebot an Ganztagsplätzen in Kitas und Grundschulen als überdurchschnittlich hervorgehoben. Doch seien die Gruppen und Klassen dort mit so wenig Personal ausgestattet, wie in kaum einem anderen Bundesland. Auch für die Berufsschulen im Nordosten konstatierten die Experten eine ungünstigere Schüler-Lehrer-Relation als im Bundesdurchschnitt.

Als positiv stellt Bericht heraus, dass der Bildungserfolg der Schüler im Nordosten vergleichsweise wenig von der sozialen Herkunft bestimmt wird. Das Angebot an beruflichen Ausbildungsplätzen liege - bezogen auf die Bewerberzahlen - deutlich über dem Bundesdurchschnitt, hieß es weiter. Und mit 94 Prozent erfolgreicher Fachschulabschlüsse waren die Absolventen in Mecklenburg-Vorpommern besser als ihre Altersgefährten in vielen anderen Bundesländern.

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