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Billiglöhne drücken Ost-Renten in den Keller

Die Altersbezüge entwickeln sich in den nächsten Jahren regional sehr unterschiedlich. Zugleich sinkt grundsätzlich das Rentenniveau für alle. Trotzdem bleibt ein Hoffnungsschimmer für Ruheständler in Gegenden mit niedrigeren Einkommen.

Arbeitslosigkeit und geringe Gehälter sorgen dafür, im Alter die Euros zweimal umdrehen zu müssen.
Karl-Josef Hildenbrand Arbeitslosigkeit und geringe Gehälter sorgen dafür, im Alter die Euros zweimal umdrehen zu müssen.

Künftige Rentner in den neuen Bundesländern müssen sich in den kommenden 25 Jahren auf niedrigere Bezüge im Vergleich zu ihren Altersgenossen im Westen einstellen. Während heute in Ostdeutschland die gesetzliche Rente durchschnittlich bei 1020 Euro im Monat, im Westen dagegen nur bei 833 Euro liege, wird sich laut einer Studie des Instituts Prognos das Verhältnis bis 2040 umkehren. Grund seien die Niedriglöhne sowie längere Zeiten von Arbeitslosigkeit. Besonders stark werde sich dieser Trend im Osten Mecklenburg-Vorpommerns und der Uckermark bemerkbar machen. In dieser Region bleibt laut Gutachten das Risiko, arbeitslos zu werden, auch künftig besonders hoch.

Grundsätzlich müssten sich Rentner auf eine immer stärkere Abkoppelung von der Lohnentwicklung einstellen wie aus der im Auftrag der Versicherungswirtschaft angefertigten Studie hervorgeht. Das Bruttorentenniveau, also eine Standardrente gemessen am Durchschnittseinkommen, sinke bis 2040 um rund sieben Prozentpunkte auf 39 Prozent.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund merkte an: „Die Aussagekraft von Studien, die die Rentenhöhen auf den Euro genau bis zum Jahr 2040 fortschreiben, ist eher begrenzt.“ Nicht berücksichtigt werden konnten dabei mögliche Reformen. Unabhängig davon sei es nötig, zusätzlich zur gesetzlichen Rente vorzusorgen, da das Rentenniveau sinke.