Verunreinigtes Futter:

22 Bio-Betriebe gesperrt

In Bio-Betrieben Mecklenburg-Vorpommerns ist es erneut zu Grenzwertverletzungen bei Futtermitteln gekommen. 22 Unternehmen wurden bei der Vermarktung ihrer Bio-Produkte gesperrt.

Agrarminister Till Backhaus.
Christian Charisius Agrarminister Till Backhaus.

Das teilte das Agrarministerium am Montag mit. Heiligabend seien die Behörden von möglichen Verunreinigungen von Sonnenblumenkuchen benachrichtigt worden. Es handele sich dabei um 1966 Tonnen Bio-Futtermittel von einem niederländischen Händler. Rund 554 Tonnen seien zu einem Futtermittelhersteller nach Mecklenburg-Vorpommern gelangt, so das Agrarministerium weiter.

Die potenziell belieferten Betriebe seien für die Öko-Vermarktung gesperrt und Proben untersucht worden. In 6 von 20 Proben seien die zugelassenen Höchstwerte für Metalaxyl - einem Fungizid - überschritten worden. Daraufhinsei für 22 Betriebe die Sperrung für die Öko-Vermarktung verhängt worden.  „Ein Großteil des Futters wurde bereits verfüttert. Dennoch kann ich Ihnen versichern, dass nach unseren bisherigen Kenntnissen zu keinem Zeitpunkt eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher ausging“, so Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Montag.

Zuletzt war Mitte Dezember die Auslieferung von Bio-Eiern aus Höfen in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen wegen Pestizid belasteter, ukrainischer Futtermittel gestoppt worden. Anfang Januar sollten die ersten der gesperrten Betriebe im Nordosten wieder Eier liefern dürfen. Eine Gesundheitsgefährdung für Verbraucher hatte das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aber seinerzeit ausgeschlossen.

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