Bade- und Sportbootunfälle 2013:

Bodenloser Leichtsinn sorgt für tragische Sommerbilanz

25 Menschen sind in diesem Jahr bei Bade- oder Sportbootunfällen ums Leben gekommen. Gefahrenhinweise am Strand werden laut Wasserschutzpolizei oft nicht beachtet.

2012 habe es deutlich mehr Opfer bei Sportbootunfällen als 2013 gegeben, in diesem Jahr seien es wesentlich mehr Badetote.
Philipp Schulze 2012 habe es deutlich mehr Opfer bei Sportbootunfällen als 2013 gegeben, in diesem Jahr seien es wesentlich mehr Badetote.

Angesichts von 25 Menschen, die in dieser Saison bei Bade- oder Sportbootunfällen in MV ums Leben gekommen sind, hat die Wasserschutzpolizei für die kommende Saison 2014 zu mehr Umsicht aufgerufen. „Einer der Hauptgründe für die Unfälle ist die Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit“, sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei MV, Hartmut Richter. Dies gelte beim Baden, aber auch beim Führen von Booten. Hinweise auf Gefahren wie rote Flaggen am Strand oder Signale für Bootsführer würden nicht beachtet.

Richter betonte, dass die Zahl der Opfer mit denen in den Vorjahren vergleichbar sei. Es gebe aber deutliche Verschiebungen: 2012 habe es deutlich mehr Opfer bei Sportbootunfällen als 2013 gegeben, in diesem Jahr seien es wesentlich mehr Badetote.

"Die Ostsee ist keine Badewanne"

Dies bestätigte auch Benjamin Wehner, Einsatzleiter der Wasserwacht in Heiligendamm. Zu Beginn des Sommers, als alle Leute nach dem langen Winter sonnenhungrig waren und baden gehen wollten, habe es extrem starke Winde gegeben. Dies habe in kurzer Zeit zu vielen Todesfällen und Rettungseinsätzen geführt.

Nach Worten von Armin Jäger, Präsident des DLRG-Landesverbandes, haben viele Menschen wichtigste Tugenden vergessen. Vor allem ältere Menschen überschätzten ihre Leistungsfähigkeit, bei ihnen bestehe die Gefahr eines Kreislaufversagens. „Viele sind auch völlig untrainiert und vergessen, dass die Ostsee keine Badewanne ist.“

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