Politisch motiviert:

Brände in Wohnhäusern mit Asylbewerbern

Nach zwei Bränden in Asylbewerberunterkünften im Landkreis Vorpommern-Greifswald ermittelt der Staatsschutz. In beiden Fällen handelt es sich vermutlich um Brandstiftung.

In Tutow bei Demmin mussten Feuerwehrleute einen Brand im Keller eines Wohnhauses löschen.
Stefan Hoeft In Tutow bei Demmin mussten Feuerwehrleute einen Brand im Keller eines Wohnhauses löschen.

Nach zwei Bränden in Asylbewerberunterkünften in Altenkirchen auf Rügen (Landkreis Vorpommern-Rügen) und in Tutow (Landkreis Vorpommern-Greifswald), geht die Polizei zunächst von politisch motivierten Taten aus. Der Staatsschutz sei für die Ermittlungen hinzugezogen worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Es handele sich bei beiden Bränden vermutlich um Brandstiftung.

In Tutow in Mecklenburg-Vorpommern war am frühen Sonntagmorgen im Keller eines Hauses, in dem Asylbewerber wohnten, ein Feuer ausgebrochen. Alle Bewohner gelangten unverletzt ins Freie. Nach den Löscharbeiten kehrten sie in das Haus zurück. Der Schaden betrug rund 15 000 Euro.

In Altenkirchen auf der Ostseeinsel Rügen brannte es am Samstagabend in einer Asylbewerberunterkunft. Vor dem Gebäude gingen zunächst mehrere Müllsäcke in Flammen auf. Das Feuer griff wenig später auf die Fassade des Hauses über. Den 28 Asylbewerbern, die in dem Gebäude lebten, sei nichts passiert. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Der Schaden beträgt etwa 4000 Euro.

Molotowcocktail auf Flüchtlingsunterkunft in Godendorf

Bei der Neustrelitzer Polizei wurde am Sonntagnachmittag Anzeige wegen eines versuchten Brandanschlages in Godendorf gestellt. Nach Informationen des Nordkurier soll in der Nacht zu Sonnabend dort vor einer Flüchtlingsunterkunft ein Molotowcocktail geflogen sein, der in einem hohen Baum vor dem Haus explodierte.  In der Unterkunft sind gegenwärtig neun Syrer untergebracht. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt.

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