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Brandanschlag auf Asylbewerberheim ungeklärt

Einen Monat nach dem Anschlag auf das Güstrower Asylbewerberheim suchen Polizei und Staatsschutz weiter nach den Verantwortlichen. Auf schnelle Erfolge hoffen sie aber nicht.

Beschmiert und mit Brandsätzen beworfen: das Asylbewerberheim in Güstrow.
Bernd Wüstneck Beschmiert und mit Brandsätzen beworfen: das Asylbewerberheim in Güstrow.

Es gebe trotz der ausgewerteten Videoaufnahmen von dem Gelände weiter keine heiße Spur, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums am Dienstag in Rostock. In der Nacht zum 12. Oktober hatten Unbekannte zwei brennende Feuerwerkskörper durch ein Fenster in den Keller der Unterkunft im Güstrower Nordosten geworfen. Ein Feuerwerkskörper hatte einen Wäschekorb in Brand gesetzt. Ein Wachmann löschte das Feuer aber rechtzeitig. Verletzt wurde trotz starker Rauchentwicklung niemand. Zu dem Zeitpunkt hielten sich 52 Bewohner in dem Güstrower Heim auf.

Waren Rechtsextreme am Werk?

"Das ist nichts, wo man schnelle Erfolge erzielt", sagte die Sprecherin. Laut Polizei komme auch ein fremdenfeindliches Motiv infrage.

Gegen das im Frühjahr eröffnete Asylbewerberheim hatte die rechtsextreme NPD im März eine größere Demonstration organisiert. Im April war das Haus des Bürgermeisters mit Parolen gegen die Unterkunft beschmiert worden, im Umfeld des Heimes wurden Böller geworfen. Unbekannte bemalten zudem in der Nacht zu Dienstag ein CDU-Bürgerbüro in der Stadt mit schwarzer Farbe und Symbolen, die auf ein rechtes Internetportal hinweisen.

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