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Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

Gleich zwei mit Brandanschlägen gefüllte Flaschen wurden gegen ein leerstehendes Haus geworfen. Geplant war, in diesen Räumlichkeiten Flüchtlinge unterzubringen.

Flüchtlinge
Felix Kästle Noch bevor überhaupt entschieden wurde, ob in Zukunft Flüchtlinge in Trassenheide untergebracht werden sollen, gab es einen Brandanschlag.

Auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Trassenheide auf Usedom ist am Sonntagmorgen ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte Täter warfen zwei mit Brandbeschleuniger gefüllte Glasflaschen gegen die Hauswand des seit zehn Jahren leerstehenden Gebäudes, wie die Polizeidirektion Neubrandenburg mitteilte. Schaden sei kaum entstanden, lediglich die Wand sei leicht verrußt worden. Vor dem Haus habe ein Stück Rasen gebrannt.

Nach Worten von Trassenheides Bürgermeister Horst Freese sollte das Bürogebäude eines leerstehenden Betriebsgeländes für 15 Flüchtlinge hergerichtet werden. Die Gemeindevertretung sei über die Pläne informiert, allerdings sei die letzte Entscheidung noch nicht gefallen. Dem Eigentümer sei vom Landkreis ein Mietvertrag übersandt worden, der noch nicht unterschrieben zurück sei. An dem Plan, dort für etwa ein Jahr Flüchtlinge unterzubringen, werde trotz des Anschlags festgehalten.