Staatsschutz ermittelt:

Brandanschlag auf leeres Polizei-Haus auf Usedom

Unbekannte haben am Donnerstagmorgen einen Brandanschlag auf ein leerstehendes Unterkunftsgebäude in Ahlbeck auf der Insel Usedom verübt. Ein mögliches Tatmotiv hängt mit Flüchtlingen zusammen.

Nun müssen die Polizisten auf Usedom ermitteln, wer ihre Unterkunft anzünden wollte.
Patrick Pleul Nun müssen die Polizisten auf Usedom ermitteln, wer ihre Unterkunft anzünden wollte.

Durch das Feuer wurde die Eingangstür beschädigt. Menschen wurden nicht verletzt. Der Staatsschutz ermittle wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung, sagte eine Polizeisprecherin in Neubrandenburg. Es handelt sich um ein landeseigenes Haus mit 18 Zimmern, das sonst für den sommerlichen Bäderdienst der Polizei genutzt wird und derzeit leer steht. Es habe zwar Überlegungen gegeben, ob dort auch Flüchtlinge untergebracht werden könnten, was aber wieder verworfen worden sei, sagte die Sprecherin.

Ein Beamter, der früh zur Arbeit nach Heringsdorf fuhr, hatte die Flammen entdeckt und mit Kollegen gelöscht. Der Sachschaden wurde zunächst auf etwa 1000 Euro geschätzt. Ermittler fanden eine Flasche, die vermutlich mit brennbarer Flüssigkeit gefüllt war.

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