Notunterkünfte in MV fast belegt:

Bundespolizei: Keine schärferen Grenzkontrollen in Vorpommern

Das "bisherige Kontrollsystem" soll in MV nach Aussagen der Bundespolizei vorerst beibehalten werden. Unterdessen drängt erneut die Frage, wo die ankommenden Flüchtlinge untergebracht werden können.

Pleul/Archiv Auch wenn die Regierung die Grenzkontrollen im Süden wieder eingeführt hat, an den Straßengrenzen in Mecklenburg-Vorpommern bleibt erst einmal alles wie gewohnt. Es gibt also keine reguläre Passkontrolle an der Grenze.

Wegen der steigenden Zahlen ankommender Flüchtlinge hat Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) Städte und Gemeinden zum raschen Bereitstellen neuer Unterkünfte aufgefordert. Bei manchem Kommunalverantwortlichen sei es offenbar nicht angekommen, dass die Situation "sehr ernst" ist, sagte Caffier am Montag in Schwerin. Die Anzahl der Asylsuchenden werde sich im Nordosten "exorbitant erhöhen".

In den ersten acht Monaten dieses Jahres stellten gut 7000 von 8400 Bewerbern in Mecklenburg-Vorpommern einen Erstantrag auf Asyl. Für 2015 wurden insgesamt 16 300 Asylsuchende im Land prognostiziert. Die Zahl könnte aber auf mehr als 20.000 steigen, sagte Caffier.

Situation in den Notunterkünften

Unterdessen sind beide Notunterkünfte an den Kasernen in Basepohl und Neubrandenburg-Fünfeichen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) schon fast voll. Dort leben derzeit 413 Flüchtlinge, die Kapazität liegt bei 450 Plätzen, wie ein Sprecher der Panzergrenadierbrigade 41 in Neubrandenburg sagte.

Nach Aussetzung des Schengen-Abkommens

Anders als an der Grenze zu Östserreich soll es in Vorpommern vorerst keine schärferen Grenzkontrollen an den Straßengrenzübergängen nach Polen geben. "Der Schwerpunkt der Kontrollen liegt im Süden, wir behalten unser bisheriges Kontrollsystem bei", sagte ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt. Zu der Direktion gehören auch die Dienststellen in Mecklenburg-Vorpommern. Hier betreut die Bundespolizeiinspektion Pasewalk die stichprobenartigen Kontrollen im Grenzstreifen, wozu die Autobahn 11 Berlin-Stettin bei Pomellen, die Bundesstraße 104 bei Linken sowie die Übergänge auf der Insel Usedom gehören.

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