Kampf gegen Islamischen Staat:

Bundeswehr beliefert weiterhin Peschmerga

Im Nordirak gehen die kurdischen Streitkräfte gegen die Terrormiliz IS vor. Unterstützung erhalten sie aus Deutschland. Aus Mecklenburg-Vorpommern wird Nachschub in das Krisengebiet gebracht.

Mehrere Dingo-Mannschaftstransporter werden in den Nordirak geliefert.
Ingo Wagner Mehrere Dingo-Mannschaftstransporter werden in den Nordirak geliefert.

Die Bundeswehr liefert vom Depot bei Waren/Müritz aus weitere gepanzerte Fahrzeuge an die kurdischen Peschmerga, die im Nordirak gegen den Islamischen Staat kämpfen. Die Peschmerga sollten sich künftig auch versorgen und ihre Fahrzeuge selbst instandsetzen können, sagte der Leiter des Bundeswehrdepots Ost, Alexander Schönert, am Mittwoch.

Neben fünf Dingo-Mannschaftswagen werden daher auch Ersatzteile in den Irak geflogen. Zuvor hatte Schönert in Utzedel das einzige Betriebsstofflager der Bundeswehr vorgestellt, das unter anderem Militärdrohnen bei Einsätzen im In- und Ausland mit Treibstoff versorgt. Außerdem wird den Angaben zufolge von Utzedel aus die Schmierstoffversorgung von Heer und Luftwaffe organisiert.

Die Kurden im Nordirak erhielten seit September 2014 insgesamt 1800 Tonnen Waffen und Ausrüstung. Dazu zählen 20 000 Gewehre und 1000 Panzerabwehrraketen. Deutsche Friedensforschungsinstitute hatten im Juni dieses Jahres ein Ende der Waffenlieferungen an die irakischen Kurden gefordert. Die Bundesregierung habe bei ihrer Entscheidung für eine Lieferung an die Peschmerga das Risiko der Weitergabe dieser Waffen und die internen Machtkämpfe im Irak unterschätzt, hieß es.