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Caffier will Länderpatenschaften für Flüchtlingslager in Nahost

Mit einer neuen Idee meldet sich Lorenz Caffier in der Flüchtlingsdebatte zu Wort. Damit soll ein Fluchtgrund beseitigt werden.

Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) will die Flüchtlingszahlen mit Geld senken.
Jens Büttner Landesinnenminister Lorenz Caffier (CDU) will die Flüchtlingszahlen mit Geld senken.

Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) will Patenschaften der Bundesländer über Flüchtlingslager in den Krisenregionen des Nahen Ostens. "Wenn jedes Bundesland eine Million Euro beisteuert, könnte das den Flüchtlingsstrom mindern", sagte er am Mittwoch in Schwerin.

Hintergrund sind die katastrophalen Zustände in den großen Lagern etwa in Jordanien oder Libanon, die die Menschen zur Flucht nach Europa bewegen. Die Vereinten Nationen mussten sogar die Mahrungsrationen kappen, weil nicht ausreichend Gelder vorhanden sind.

"Mit einer Million Euro kann man in so einem Lager schon etwas ausrichten, auch weil man vor Ort sogar Waren in einem Gegenwert von vielleicht drei Millionen Euro erhält", sagte der Christdemokrat. Caffier räumte zugleich ein, dass der Vorschlag auch in der mecklenburg-vorpommerschen SPD-CDU Landesregierung noch nicht abgestimmt sei.