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CDU kehrt an Verhandlungstisch zurück

In der vergangenen Woche war der Streit um die Erzieher-Ausbildung eskaliert, die Schweriner Koalition stand vor einer Zerreißprobe. jetzt reden CDU und SPD zumindest wieder miteinander - eine Lösung aber gibt es noch immer nicht.

Die CDU und ihr Landeschef Vincent Kokert reden wieder mit ihren Koalitionspartnern von der SPD.
Jens Büttner Die CDU und ihr Landeschef Vincent Kokert reden wieder mit ihren Koalitionspartnern von der SPD.

Nach dem kurzfristigen Abbruch der Gespräche zur neuen Kita-Erzieherausbildung in Mecklenburg-Vorpommern kehrt die CDU an den Verhandlungstisch zurück. Für diesen Dienstag sei ein Treffen der Fachpolitiker von SPD und CDU geplant, um weiter über die nötige Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) zu beraten. Das bestätigten am Montag Sprecher beider Koalitionsfraktionen in Schwerin.

Nach der Kritik von Gewerkschaften hatte die SPD Änderungen am Gesetzentwurf in Aussicht gestellt. Damit soll unter anderem verhindert werden, dass die Absolventen der künftigen dualen Ausbildung schlechter gestellt sind als staatlich anerkannte Erzieher. Davon erfuhr Regierungspartner CDU in der Vorwoche allerdings erst aus der Presse und sagte daraufhin eine bereits vereinbarte Gesprächsrunde mit der SPD ab.

Junge Leute sollen für den Beruf begeistert werden

Schon in wenigen Wochen soll in Mecklenburg-Vorpommern mit Beginn des neuen Schuljahrs eine duale Kita-Erzieherausbildung starten. Sie wird nur drei Jahre dauern und damit ein Jahr kürzer sein als die bislang übliche, kostenpflichtige akademische Ausbildung. Zudem sollen ein höherer Praxisbezug und die Zahlung eines Lehrlingsentgeltes mehr junge Leute für den Beruf begeistern.

Hintergrund ist der wachsende Erziehermangel in Mecklenburg-Vorpommern. Eine Reihe von Kitas arbeitet bereits mit Ausnahmegenehmigungen, weil sie nicht genügend Fachpersonal finden. Die oppositionelle Linke forderte eine gründliche Überarbeitung des Ausbildungskonzepts und warnte vor "kopflosen Schnellschüssen".